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Thomas am 18. 03. 2012

Digitales Schulmaterial

Apple ist mit dem Programm iBook Author angetreten, um den Schulbuchmarkt aufzumischen. Laien und Profis sollen damit ganz einfach interaktive Bücher erstellen können. Neben dem Hurra-Geschrei der Mac-Jünger wurde auch Kritik zu den von Apple diktierten Lizenzbedingungen digitaler Bücher laut. Apples Initiative rechne ich an, dass die immer aktueller werdenden Fragen zu elektronischen Schulbüchern nun breiter und vielleicht auch intensiver diskutiert werden.

Ich stimme mit Beat Döbeli überein, dass keine neuen Fragen aufgetaucht sind, aber die bestehenden nun aktueller geworden sind. Aus dem Posting von Beat:

  • Was bringen digitale Lehrmittel?
  • Wer finanziert digitale Lehrmittel?
  • Wer stellt digitale Lehrmittel her?
  • Welche neuen Geschäftsmodelle können sich entwickeln?
  • Welche Lizenzmodelle sind sinnvoll und nachhaltig gangbar?
  • etc.

Aus meiner Sicht ist es für die föderalistisch organisierten Lehrmittelverlage eine Herausforderung ein taugliches Geschäfstmodell zu entwickeln. Ich nehme an, dass die Arbeiten (längst) im Gange sind.

Ich wende mich an dieser Stelle lieber der nicht-kommerziellen Seite zu. Wie sollen (Hoch-)Schulen bzw. deren Lehrer/innen und Dozent/innen Unterlagen und Lernmaterialien zur Verfügung stellen?

  • als Papierkopien?
  • als digitaler Download (epub, ibooks, pdf, …)?
  • als Webcontent/-site?

Spätestens ab der Sek-II-Stufe wird der Druck der Lernenden immer grösser, die Lernunterlagen (auch) in digitaler Form zu erhalten. Für Lehrerende bedeutet dies, dass die bestehenden Papier-Unterlagen aufgearbeitet werden müssen. Das kann ein sehr zeitaufwändiger Prozess sein. Zudem verfügen längst nicht alle über das nötige technische Know-how. Viel gewichtiger scheint mir aber das fehlende, didaktische Know-how. Digitale Medien bieten gegenüber Papiermedien zahlreiche neue Möglichkeiten. Diese müssen genutzt werden, damit die ganze Digitalisierung einen Sinn macht. Hier nur zwei Beispiele:

  • Digitale Skripts müssen nicht zwingend linear von vorne nach hinten gelesen werden. Vielmehr lassen sich mit geschickt gesetzten Navigationselementen und einer einleuchtenden Struktur gezielt diejenigen Teile aufrufen, die gewünscht und gebraucht werden.
  • Aus den digitalen Unterlagen können ergänzende mulitmediale oder interaktive Inhalte aufgerufen werden. Durch einen Klick gelangt man zum erläuternden Video im Web oder zur interaktiven Übung.

Für die Zusammenstellung von digitalem Schulmaterial ist eine gehörige Portion an mediendidaktischem Know-how oder mindestens ein gewisses Verständnis für die Arbeitsweise in einer mediengeprägten Welt nötig. Schaffen die aktuellen Lehrpersonen den Schritt zum digitalen Schulmaterial? Wie können wir sie dabei unterstützen?

 

Bis Schulbücher soweit sind, wie sich das Tobias Precht und Jonas Kimmelmann in der Bachelor-Arbeit «Digitales Schulmaterial» an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd vorstellen, wird es noch eine ganze Weile dauern. Machen wir uns auf den spannenden Weg.

Interaktives Werkzeugset für die Schule:

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Thomas am 29. 01. 2012

Fotoshow als Video

Immer mal wieder mache ich Fotoshows (Diashows), die ich als Video bereitstellen möchte. Manchmal, um eine Video-DVD zu zu verschenken, manchmal um das Videofile mit der Show weiterzugeben. Bis jetzt habe ich auf die auf meinem Mac zur Verfügung stehenden Mittel wie iPhoto und iMovie zurückgegriffen. Mit der Qualität der Videos war ich aber nie zufrieden. Etwas Neues musste her.

Ich habe ein bisschen recherchiert und mir dann zwei (Mac-)Programme gekauft:

Photo to Movie (Win & Mac)
LQ Graphics
29 CHF (im Mac App-Store)
http://www.lqgraphics.com/software/phototomovie.php

Fantashow (Mac)
Wondershare
39 CHF (im Mac App-Store)
http://www.wondershare.com/photo-software/photo-slideshow-mac.html

 

Beide Programme lassen sich als Ausprobierversion gratis herunterladen.

Mit beiden lassen sich Fotoshows erstellen, deren Konzepte sind allerdings ganz unterschiedlich. Hier eine kleine Gegenüberstellung:

Photo to Movie Fantashow
Look & Feel schlicht, unaufgeregt, trocken mac-like analog iPhoto & iMovie
Bedienung nicht immer ganz intuitiv analog iLife (Mac), wer iPhoto, iMovie & Co kennt fühlt sich sofort zu Hause
Speicherung kleine Projektdatei, Verlinkung zu Originalbildern, Möglichkeit alle Medien an einem Ort zusammenzutragen grosses Projekt-Paket mit allen Fotos integriert
Themen wenige, schlichte Themenvorlagen vorhanden; anwendbar auf die ganze Show aufwändige, effekthascherische Themen und Vorlagen; anwendbar auf einzelen Fotogruppen
Titel statische Titel, frei platzierbar, vollumfängliche Textformatierungen, eigene Titelspur auswählbare Titelvorlagen, eingeschränkte Textformatierungen, auch bewegte Texte (Abspann u.ä.), nur für Einzelbilder
Effekte & Co Effekte pro Einzelbild einstellbar, mehrere Effekte pro Bild möglich, Filter wie in Bildbearbeitungsprogramm (Helligkeit/Kontrast, Weichzeichnung, …) Filter pro Einzelbild einstellbar, vorgegebene Filter ohne Einstellmöglichkeiten (Cartoon, Romantisch, Sepia, …)
Überblendungen bei jedem Bild Zeit frei einstellbar, viele Überblendeffekte automatisch gemäss Themenvorlagen, nicht einstellbar
Bewegungen vollständige Pan & Zoom Kontrolle, mehrere Schwenks innerhalb eines Bildes möglich automatisch gemäss Themenvorlagen, nicht einstellbar
Audio mehrere Audiospuren, Audiosequenzen ein-/ausblendbar und frei platzierbar (Überblendungen möglich) eine Audiospur, lediglich lineares Abspielen der Audiosequenzen, Sequenzen können getrimmt werden
Video Videointegration möglich, Video kann getrimmt werden, Bildgrösse anpasspar (Zoom to fit), Audiolautstärke anpassbar Videointegration möglich, Video kann getrimmt werden, Audiolautstärke anpassbar
Show erstellen benutzerdefinierte Ausgabeformate, direkt zu iDVD/Youtube benutzerdefinierte Ausgabeformate, benutzerfreundliche gerätebezogene Vorgaben, direkt zu iTunes/iDVD/Youtube
Fazit «Photo to Movie» ist wunderbar für Personen, die gerne die volle Kontrolle über die gezeigten Fotoausschnitte und über die Bewegungen innerhalb eines Bildes haben möchte. Wer mit mehreren Audiospuren arbeitet, ist sicher gut bedient mit diesem Programm.  «Fantashow» ist prima für Personen, die sich bereits in iPhoto, iMovie & Co wohl fühlen. Wer rasch einfache Fotoshows mit mit beeindruckendem Aussehen und einfacher Hintergrundmusik erstellen möchte, ist bei diesem Programm am richtigen Ort.

Nicht vergessen sollte man, dass das Ausspielen eines Projektes, also das Generieren des Videos (Rendern), selbst bei kleineren Projekten mehrere Stunden in Anspruch nehmen kann. Diese Zeitdauer ist abhängig von den Bewegungen, Übergängen, Titeln u.a.m. Also unbedingt genügend Zeit einplanen.

Ich persönlich habe bisher vor allem auf «Photo to Movie» gesetzt, weil dort die Pan- & Zoom- und die Audiomöglchkeiten viel besser sind. Was dann allerdings einiges an Zeitaufwand mit sich bringt.
Wer gerne mehr Wissen möchte, kann sich einige Videotutorials auf Youtube anschauen.

 

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Thomas am 06. 12. 2011

Etherpad – Gemeinsam Texte schreiben

EtherPad ist ein webbasierter Editor zur kollaborativen Bearbeitung von Texten (collaborative real-time editor). Etherpad erlaubt es mehreren Personen, in Echtzeit einen Text zu bearbeiten, wobei alle Änderungen sofort bei allen Teilnehmern sichtbar werden. Dabei können die Änderungen der verschiedenen Bearbeiter farblich unterschieden werden. Eine weitere komfortable Funktion ist die Möglichkeit neben der Textbearbeitung im Bearbeitungsfenster zu chatten.
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/EtherPad)

Etherpad wurde von Google gekauft und unter einer Open-Soure-Lizenz frei gegeben. In der Zwischenzeit wurde das Projekt bei Google aber abgeschlossen. Diverse Installationen werden im Internet betrieben und können genutzt werden.

Medienpaed.de (Etherpad Lite)

In der Schweizer Bildungsszene macht vor allem die Firma studer + raimann ag auf sich aufmerksam, welche unter dem Namen edupad.ch präsent ist. edupad.ch verwendet Etherpad (Vollversion, Pro) wird allerdings in der kostenlosen Variante lediglich mit abgespeckten Funktionen angeboten. Und genau hier liegt das Problem.

Dass bei edupad.ch höchstens 15 Personen zeitgleich an einem Dokument arbeiten können ist kein Nachteil. Dass es nur öffentliche Pads gibt (wer den Link kennt, hat Zugang), ist auch kein Problem. Problematisch für den schulischen Einsatz ist aber, dass ein Pad und damit alles was je in einem Pad geschrieben wurde nicht gelöscht werden kann. Ich denke, dass Pads häufig wie Notizzettel verwendet werden. Jeder schreibt noch etwas hin und irgendwann wird der Zettel weggeworfen. Das sollte bei den Pads genau so sein.
Am Rande: Bei anderen Etherpad-Angeboten, werden Pads automatisch gelöscht, wenn sie eine gewisse Zeit (z.B. 30 Tage bei PrimaryPad Free) nicht verändert werden.

Wer momentan Etherpad in der Pro-Version kostenlos nutzen will, kann auf die Angebote der Piratenpartei mehrerer Länder oder auf eine Installation von Mozilla zurückgreifen. Bei diesen Angeboten, kann von zusätzlichen Features profitieren:

  • Mehrere Pads verwalten, auch löschen (Team Site)
  • Zugangsbeschränkung für einzelne Pads (Passwortschutz, Mitglieder)
  • Link zu Ready-Only-Seite

Für Pro-Pads verwende ich im Moment:

Weitere Etherpad oder Etherpad-Lite-Installationen, die gratis genutzt werden können:
http://www.medienpad.de/, http://piratepad.net/, http://willyou.typewith.me/, …
(Sammlung von Etherpad-Installationen: http://etherpad.org/public-sites/)

Wie bereits im vorhergehenden Beitrag geschrieben, plant die Fachstelle Bildung und ICT für 2012 ein kostenloses Angebot von Etherpad Pro (siehe hier).

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Thomas am 06. 12. 2011

edu-ict-Adventskalender 2011

Die Fachstelle «Bildung und ICT» des Kantons Zürich präsentiert auf ihrer Website einen Adventskalender mit Web-2.0-Tools, die sich für den Einsatz in der Schule eignen und zudem kostenlos sind.

Im Internet finden sich immer mehr mindestens in einer Basis-Version kostenlos nutzbare Web-Werkzeuge, die sich auch gut zum Lernen und Lehren eignen. Viele dieser Werkzeuge unterstützen zudem kooperative Arbeits- und Lernformen.
(Quelle: http://edu-ict.zh.ch/start/edu-ict-adventskalender)

Für mich persönlich habe ich bis jetzt noch kein mir unbekanntes Tool entdeckt, allerdings hat es bereits jetzt einiges, das ich selber nutze oder bei Weiterbildungen empfehle. Eine tolle Sammlung entsteht hier!

Eine wichtige und scheinbar belanglose hat aber meine Aufmerksamkeit geweckt. Offensichtlich möchte die Fachstelle nächstes Jahr allen die Pro-Version von Etherpad zugänglich machen: «Die Fachstelle Bildung und ICT plant für 2012 ein kostenloses Angebot der Pro-Version.» Super! Betrieben werden soll die Lösung von studer+reinmann ag, welche bereits jetzt eine eingeschränkte Version von Etherpad unter edupad.ch anbietet.

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Thomas am 02. 12. 2011

Schule in der Informationsgesellschaft

Das Poster “Schule in der Informationsgesellschaft” soll dazu anregen, über die aktuelle und künftige Rolle digitaler Medien in der Schule nachzudenken. Es kann als Grundlage für die gemeinsame Diskussion in schulinternen Arbeitsgruppen und Weiterbildungen dienen.
(Quelle: http://www.schuleinderinformationsgesellschaft.ch/)

Das «Poster zur Diskussion über digitale Medien im Schulalltag» wurde herausgegeben vom «Institut für Medien und Schule IMS» der PH Zentralschweiz. Es kann als PDF-Version heruntergeladen und kann für frei verwendet werden in Schulen (CC by-nc).

Aus meiner Sicht ist das Poster sehr gut geeignet, um in die Diskussion in einer Schule rund um das Thema Medien einzusteigen. Lehrer/innen, Schulleiter/innen und Schulpfleger/innen erhalten durch die Visualisierung verbunden mit einem konkreten Auftrag die Möglichkeit ihre Vorstellungen, Ideen, Ängste, Wünsche, Visionen einzubringen und auszutauschen. Auf der Website http://www.schuleinderinformationsgesellschaft.ch/ werden drei Praxis-Szenarien genau erläutert:

  • Überzeugungen sammeln und Massnahmen planen
  • Vorteile und Nachteile abwägen
  • Eine ideale Zukunft entwerfen

Mir gefällt die Visualisierung sehr gut, weil man als Betrachter/in die Bereiche und Aspekte des Medieneinsatzes praktisch auf einen Blick erfassen kann. Dennoch hat man die Möglichkeit, sich mit einzelnen Bildern bzw. Bildteilen vertieft auseinanderzusetzen.
Enorm wichtig finde ich zudem, dass nicht «nur» auf den Unterricht fokussiert wird, sondern ein umfassenderes Bild gezeichnet wird, das auch schulorganisatorische Aspekte, ausserschulische Aktivitäten, technische Belange, weltweite Entwicklungen u.a.m. berücksichtigt.

Eine prima Idee wird wunderbar umgesetzt. Besten Dank an die Macher.

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Thomas am 28. 11. 2011

Die Zukunft des Fernsehens

Am 17. Nov. 2011 fand in Zürich der erste TV 2.0 Summit statt. Ich war zwar nicht dort, finde die Thematik aber spannend:

Der TV 2.0 Summit versammelt Entscheidungsträger und Fachexperten aus den Bereichen Medien, Verlagswesen, Agenturen, Werbung sowie Marketing-Kommunikation und bildet eine Plattform für Fragen zur Zukunft des Unterhaltungs- und Kommunikationsmediums TV. Der TV 2.0 Summit 2011 widmet sich der Frage, wie unter der rasanten digitalen Entwicklung erfolgreiche Geschäftsmodelle, Strategien und Vermarktungskonzepte im Zeitalter von Web-, Hybrid- und Digital-TV aussehen werden und welche neuen Möglichkeiten sich dadurch den Werbetreibenden bieten. Im Zentrum stehen das Lernen von Erfolgsmodellen und die aktive Vernetzung der verschiedenen Markt-Player.
(Quelle: http://www.tv2summit.ch/?p=204)

Bereits jetzt ist es so, dass Kinder und Jugendliche Fernsehen auf ihren Computern und Tablets konsumieren. Das klassische lineare Fernsehen ist auch für grosse Anstalten nicht mehr nur das Mass der Dinge. Die Konvergenz der Medien wird weiter voranschreiten. Fernsehen (oder soll man besser sagen Videos bzw. Bewegtbilder?) immer weniger von der guten Stube und dem grossen Fernsehmonitor abhängig sein. Die Macht über die Fernbedienung ist nicht mehr bei den Eltern, weil Kinder und Jugendliche Fernsehen auf dem eigenen Gerät konsumieren. Fragen wie in der KIM-Studie, ob Kinder einen eigenen Fernseher im Zimmer haben und wie sie diesen nutzen werden immer weniger relevant.

Wie aber wird sich Fernsehen und der Fernsehkonsum weiterentwickeln?
Hier ein paar Aussagen dazu:

  • Fernsehen wird immer weniger abhängig von Geräten.
  • Fernsehen ist ortsunabhängig. Man schaut dort, wo man Zeit hat dazu, z.B. auf dem Weg zur Arbeit.
  • Fernsehen wird immer interaktiver. Man sich direkt einschalten, Meinungen kundtun, abstimmen, Informationen suchen u.a.m.
  • Inhalte/Content ist auch in Zukunft das Wichtigste.
  • Live-Übertragungen werden auch in Zukunft wichtig bleiben.
  • Werbung ist auch bei Internet TV wichtig. Es werden allerdings nicht mehr 5min-Blöcke gezeigt, sondern dezentere, kürzere und zielgerichtetere Werbespots mit Möglichkeit zur Interaktion gezeigt.

internetTV.ch hat zum Summit ein Magazin produziert, das auf TeleZüri ausgestrahlt wurde, aber auch im Web angeschaut werden kann:


Internet TV

Ein junger Sender mit jungem Publikum, der bereits jetzt sehr stark auf Interaktivität setzt ist JOIZ. Währen den Sendungen wird das Publikum direkt via Facebook, Twitter un Skype einbezogen. Auch sonst setzt der Sender voll auf Social Media mit Youtube-Clips und Blogs. Die Verschmelzung von Fernsehen und Internet.

Auch die Grossen wollen nicht hinten anstehen. Das Kinderprogramm «Zambo» von Schweizer Radio und Fernsehen verfügt über eine grosse Website und eine eigene Community. Fernsehen kann man hier auch am Computer. Zudem kann man sich auch hier mehr oder weniger direkt bzw. live in ausgewählte Sendungen einbringen.

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Thomas am 11. 11. 2011

Was ist die Cloud?

 

Wenn ich bei Weiterbildungen von Lehrer/innen manchmal Internet-Angebote vorstelle, dann fragen einige etwas verunsichert, ob denn das nun «diese Cloud, die Wolke» sei. Andere wiederum verdrehen bloss die Augen: Cloud? Wolke?

Tatsächlich ist es so, dass man in letzter Zeit Begriffe wie Cloud-Computing vermehrt in den Medien antrifft. Im Fokus steht dabei meist die Speicherung von Dateien in der Wolke. Obwohl Cloud-Computing natürlich mehr meint, als nur die simple Datenspeicherung ausserhalb des eigenen Computers. Der aktuelle Wikipedia-Artikel zeigt das auf.

Bleiben wir aber mal bei der Datenspeicherung (Storage as a Service). Da werden doch die Daten im Internet gespeichert, sagen die bereits erwähnten Lehrer/innen. Ich geb doch dem Internet nicht meine Daten. Kann dann jeder im Internet sehen, was ich speichere?
Das Internet: Nicht fassbar, undurchsichtig, nebulös, wolkig.

Nun bringen zwei Zeitschriften/Zeitungen etwas Sonnenlicht in die Wolke bzw. Klarheit zum Thema:

Weitere Quellen, die Cloud-Computing einfach erklären:

Was ist jetzt aber die Wolke? Wo werden die Daten gespeichert (um beim Beispiel zu bleiben). Der Beobachter-Artikel sagt es so:

Wer seine Daten einer Cloud anvertraut, speichert sie je nach Anbieter in einer oder mehreren auf der ganzen Welt verteilten Serverfarmen.
(Quelle: Beobachter)

Kurz gesagt, vertraut man die eigenen Daten einem Unternehmen an, das diese Serverfarmen betreibt. Bei vielen Leuten ist die Angst davor, die Kontrolle über die eigenen Daten zu verlieren enorm. Diese Bedenken sind nicht ganz unberechtigt, wenn man sieht, dass auch bei grossen Playern wie Sony eingebrochen und Daten geklaut werden können. Kriminelle machen wie in anderen Lebensbereichen auch hier nicht Halt (siehe CT-Themenseite). Es ist u.a. auch eine Frage des Vertrauens, wem man was anvertraut.
Nebenbei: Dass die gleichen Personen, die Angst vor dem Missbrauch ihrer Daten haben, wichtige Dateien ungeschützt auf USB-Stick oder Laptop mit sich herumtragen, amüsiert mich fast ein bisschen.

In meinem Blog-Artikel von 2008 war ich der Meinung, dass Cloud-Computing sicherlich ein Trend sei, aber Schulen noch meilenweit davon entfernt sind dieses zu nutzen. In der Zwischenzeit sind viele Anbieter auf den (Privat-)Markt gekommen, die erfolgreich Dienste anbieten. Schüler/innen, Student/innen und Lehrer/innen nutzen solche diese Dienste. Sobald die Internetverbindungen an Schulen besser werden, findet auch die Cloud den Weg in die Bildungsstätten.

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Thomas am 23. 10. 2011

Lernen mit digitalen Karteikarten

Bild von OSU Archives (Flickr)

Das Lernen mit Karteikarten ist nur nur im Sprachunterricht sinnvoll, sondern kann in verschiedenen Fächern eingesetzt werden. Es gibt einige (kostenlose) Webangebote für das Lernen mit Karteikarten (Flashcards). Häufig wird passend zum zum Webangebot eine Mobile-App angeboten, damit auch auf dem persönlichen, mobilen Gerät gelernt und geübt werden kann.

Im Unterricht ist aber nicht nur das Lernen mit vorgefertigten Karten sinnvoll. Als besonders gewinnbringend erachte ich es, wenn Schüler/innen zu bestimmten Themen eigene Karten(sätze) gestalten und weitergeben. Gerade das Austüfteln und Formulieren von sinnvollen Fragen ist ein sehr gewinnbringender Prozess: Wie kann ich gehaltvolle Fragen stellen, die differenzierte und eindeutige Antworten liefern?
Ideen für die Erarbeitung und das Lernen mit Karteikarten:

  • Für die Repetition eines Geschichtsthemas formulieren alle Schüler/innen einige Wissensfragen (zu einem bestimmten Bereich des Themas). Alle Karten der Schüler/innen werden zu einem Lernset zusammengeführt und kann dann von den einzelnen Schüler/innen zur Repetition verwendet werden.
  • Schüler/innen formulieren Verständnisfragen zu einem gelesenen Text. Die Fragen können durch die Mitschüler/innen gelöst werden.
  • Es können mathematische oder geometrische Aufgaben erfasst und gelernt werden (z.B. Benennung von geometrischen Körpern)

Bevor eine Lehrperson ein Online-Angebot zum Karteikarten-Lernen in der Klasse einführt, muss sie sich klar werden, welche Features vorhanden sein müssen. Als Kriterien für die Auswahl könnten u.a. untenstehende Punkte dienen.

Kritierien zur Auswahl von Digitalen Karteikästen

Wilde, unstrukturierte Sammlung:

  • Verfügbarkeit der Karten via Web / via Mobile App
  • Lernen der Karten online / offline
  • Preis des Angebotes
  • Einfachheit der Erstellung von Karteikarten
  • Einfachheit der Verwaltung einzelner Karten und Kartensets
  • Freigeben von Karten für bestimmte Benutzer (nicht öffentlich)
  • Öffentliche Freigabe von Karten (zum Lernen ohne Login)
  • Vorhandensein von Kartensets zu Lehrmitteln (z.B. Envol)
  • Verwenden und anpassen öffentlicher Kartensets für eigene Bedürfnisse
  • Verwalten einer eigenen Klasse / Gruppe (Kartensets zuweisen, Lernerfolg überprüfen u.ä.)
  • Gestaltungsmöglichkeiten der Karten (Aussehen, Bild, Audio)
  • Bilder in Karteikarten: Auswahl vorhanden? Eigene Bilder hochladen möglich?
  • Audio in Sprachlernkarten: Sprachsynthese der Texte (in den gewünschten Sprachen)
  • Eigene Audiodateien einfügen (und teilen) via Webinterface / via Mobile App

Hier mal eine Auswahl von Angeboten mit denen ich mich seit längerer Zeit befasst habe. Die vier erstgenannten haben dabei auf mich einen wirklich guten Eindruck gemacht:

 

Quizlet
Der beste Weg um Sprachen, Vokabeln und alles Andere zu lernen

http://quizlet.com/
Quizlet ist die größte Lernkarten- und Lernspiel- Webseite mit mehr als 7 Millionen kostenlosen Lernkarten, die alle möglichen Fächer abdecken. Es ist der beste Ort, um Lernspiele zu spielen und um Vokabeln und Wissen aus allen Lernbereichen zu üben.
Zusatzinfos: Kostenlos, viele (kostenpflichtige) Mobile Apps für iOS/Android/Win7/…

 

Remme (Remember me)
Lerne in der halben Zeit!

http://www.remme.com/
Lernen mittels Karteikarten der Remme Lernkartei. Der Vokabeltrainer lässt Sie z.B. schnell und einfach Sprachen lernen.
Karteikarten inkl. eigener Bilder und eigenem Audio
Zusatzinfos: Kostenloses Grundfunktionalitäten, Mobile App für iOS

 

card2brain.ch
Klick dich schlau.

http://card2brain.ch/
Auf der Onlinelernplattform card2brain.ch hast du die Möglichkeit, eigene Lernkarten einfach zu erstellen und spielerisch zu lernen. card2brain.ch ist nach dem bekannten «5-Fächer System» aufgebaut, kostenlos und für alle frei zugänglich.
Zusatzinfos: Kostenlos, Mobile Apps für iOS/Android vorhanden

 

Ediscio
Karteikarten online – Erstellen, Lernen und Teilen

http://www.ediscio.de/
Lernkartei-System mit vielen Möglichkeiten zur Gestaltung der Karteikarten (WYSIWYG-Editor). Einbindung von Bildern und eigenem Audio (MP3) möglich. Lehreraccount mit Klassenverwaltungstools.
Zusatzinfos: Eingeschränkte Gratis-Version, Mobile-Website (nur Pro-User)

 

ichlerneonline.de
mit Karteikarten online lernen

http://www.ichlerneonline.de/
Hier kannst du online mit Karteikarten lernen. * Schreibe eigene Karteikarten und lerne nach dem 5-Fächer-Prinzip * Gebe die Antworten beim Lernen per Tastatur ein. Ausprobieren * Füge Formeln und Bilder auf den Karteikarten ein. * Füge Sonderzeichen, wie z.B. Chinesische Schrift ein. * Drucke deine Karteikarten aus. * Lerne Karteikarten zusammen mit anderen Mitgliedern in Lerngruppen.
Zusatzinfos: Kostenlos, kein spezieller Mobile-Zugang

 

Internet-Voci
Dein persönlicher Trainer für das Vocabulaire!

http://www.internet-voci.ch/
Mit dem Voci-Trainer optimierst du das Lernen der Wörter und Ausrücke für den Fremdsprachen-Unterricht. Mit dem Karteikasten-Prinzip wiederholst du die einzelnen Wörter nur so oft, bis du sie weisst und richtig schreibst. Die Lernwörter deines Sprachbuches sind bereits eingegeben und du kannst sofort mit dem Lernen beginnen! Die folgenden Bücher sind bereits (teilweise) eingegeben: Bonne Chance / Envol 5, 6 / Ready for English 1, 2, 3 / Non Stop English 1, 2
Zusatzinfos: Kostenlos, kein Mobile-Zugang

 

Vocitrainer
Die einfachste Art, Voci zu lernen

http://www.vocitrainer.ch/
Zusatzinfos: Kostenlos (Werbeeinblendungen), kein spezieller Mobile-Zugang

 

Pauker

http://pauker.sourceforge.net/?lang=de
komplett freie Java-Lernanwendung, funktioniert auch ohne Internet-Verbindung.
Zusatzinfos: kein Online-Angebot


Ich bin übrigens immer noch auf der Suche nach einem Angebot, bei dem sich eigene Sprachaufnahmen einbinden und auch weitergeben lassen. Einige Angebote lassen Spracheingaben via iPhone zu. Diese verbleiben aber stets lokal auf dem eigenen Gerät.
Kennst du ein Tool, das Bild, Text und eigene Sprachaufnahmen einbinden und teilen kann? Für Hinweise bin ich dankbar.

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Thomas am 07. 09. 2011

Check dein Profil, bevor es andere tun

Der Spot richtet sich sowohl an Kinder und  Jugendliche als auch an deren Eltern. Thomas Fuchs: „Auf überraschende Art und Weise zeigt der Spot, dass unser Online- Alter-Ego manchmal schneller ist als wir – und wir unsere Präsenz im Netz deshalb gut kontrollieren sollten.“
(Quelle: https://www.klicksafe.de/)

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Thomas am 03. 09. 2011

Sheeplive – Schäfchen gegen Online-Risiken

Die Website Sheeplive.eu zeigt Zeichentrickfilme in denen Online-Risiken auf unterhaltende, kindgerechte Art thematisiert bzw. dargestellt werden. Die primäre Zielgruppe dieser Cartoons sind Kinder im Primarschulalter.

Sheeplive hat sich folgende Ziele gesetzt:

  • Präventiv gegen Online-Risiken vorgehen
  • Verhaltensregeln im Web (Netiquette) vermitteln
  • Kritisches Denken fördern

Ich finde, das Projekt beschreitet mit den Cartoons einen sehr ansprechenden Weg für die Thematisierung der Online-Gefahren im Unterricht. Die Lehrperson muss nicht mit dem Mahnfinger vor die Klasse stehen. Die Geschichten der Schäfchen sind eindrücklich genug.

In den allgemeinen Infos werden Hintergrundinfos zum Projekt vermittelt. Aber auch die bereits publizierten und die geplnaten Videos sind hier aufgelistet.

Für Lehrpersonen steht ein lesenswertes «Methodik-Handbuch zum Einsatz der Sheeplive-Cartoons im Unterricht» als PDF zum Download bereit.

Neben den Videos werden auch Spiele, ein Quiz, allerlei Downloads (Wallpapers, Ausmalbilder u.a.) angeboten. Auch ein Glossar zum Nachschlagen von Akronymen, die im Web gebräuchlich sind,  kann benutzt werden.

(via Lernwolke)

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