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Querbeet Thomas am 29. 01. 2012
Fotoshow als Video
Immer mal wieder mache ich Fotoshows (Diashows), die ich als Video bereitstellen möchte. Manchmal, um eine Video-DVD zu zu verschenken, manchmal um das Videofile mit der Show weiterzugeben. Bis jetzt habe ich auf die auf meinem Mac zur Verfügung stehenden Mittel wie iPhoto und iMovie zurückgegriffen. Mit der Qualität der Videos war ich aber nie zufrieden. Etwas Neues musste her.
Ich habe ein bisschen recherchiert und mir dann zwei (Mac-)Programme gekauft:
Photo to Movie (Win & Mac)
LQ Graphics
29 CHF (im Mac App-Store)
http://www.lqgraphics.com/software/phototomovie.php
Fantashow (Mac)
Wondershare
39 CHF (im Mac App-Store)
http://www.wondershare.com/photo-software/photo-slideshow-mac.html
Beide Programme lassen sich als Ausprobierversion gratis herunterladen.
Mit beiden lassen sich Fotoshows erstellen, deren Konzepte sind allerdings ganz unterschiedlich. Hier eine kleine Gegenüberstellung:
| Photo to Movie | Fantashow | |
|---|---|---|
| Look & Feel | schlicht, unaufgeregt, trocken | mac-like analog iPhoto & iMovie |
| Bedienung | nicht immer ganz intuitiv | analog iLife (Mac), wer iPhoto, iMovie & Co kennt fühlt sich sofort zu Hause |
| Speicherung | kleine Projektdatei, Verlinkung zu Originalbildern, Möglichkeit alle Medien an einem Ort zusammenzutragen | grosses Projekt-Paket mit allen Fotos integriert |
| Themen | wenige, schlichte Themenvorlagen vorhanden; anwendbar auf die ganze Show | aufwändige, effekthascherische Themen und Vorlagen; anwendbar auf einzelen Fotogruppen |
| Titel | statische Titel, frei platzierbar, vollumfängliche Textformatierungen, eigene Titelspur | auswählbare Titelvorlagen, eingeschränkte Textformatierungen, auch bewegte Texte (Abspann u.ä.), nur für Einzelbilder |
| Effekte & Co | Effekte pro Einzelbild einstellbar, mehrere Effekte pro Bild möglich, Filter wie in Bildbearbeitungsprogramm (Helligkeit/Kontrast, Weichzeichnung, …) | Filter pro Einzelbild einstellbar, vorgegebene Filter ohne Einstellmöglichkeiten (Cartoon, Romantisch, Sepia, …) |
| Überblendungen | bei jedem Bild Zeit frei einstellbar, viele Überblendeffekte | automatisch gemäss Themenvorlagen, nicht einstellbar |
| Bewegungen | vollständige Pan & Zoom Kontrolle, mehrere Schwenks innerhalb eines Bildes möglich | automatisch gemäss Themenvorlagen, nicht einstellbar |
| Audio | mehrere Audiospuren, Audiosequenzen ein-/ausblendbar und frei platzierbar (Überblendungen möglich) | eine Audiospur, lediglich lineares Abspielen der Audiosequenzen, Sequenzen können getrimmt werden |
| Video | Videointegration möglich, Video kann getrimmt werden, Bildgrösse anpasspar (Zoom to fit), Audiolautstärke anpassbar | Videointegration möglich, Video kann getrimmt werden, Audiolautstärke anpassbar |
| Show erstellen | benutzerdefinierte Ausgabeformate, direkt zu iDVD/Youtube | benutzerdefinierte Ausgabeformate, benutzerfreundliche gerätebezogene Vorgaben, direkt zu iTunes/iDVD/Youtube |
| Fazit | «Photo to Movie» ist wunderbar für Personen, die gerne die volle Kontrolle über die gezeigten Fotoausschnitte und über die Bewegungen innerhalb eines Bildes haben möchte. Wer mit mehreren Audiospuren arbeitet, ist sicher gut bedient mit diesem Programm. | «Fantashow» ist prima für Personen, die sich bereits in iPhoto, iMovie & Co wohl fühlen. Wer rasch einfache Fotoshows mit mit beeindruckendem Aussehen und einfacher Hintergrundmusik erstellen möchte, ist bei diesem Programm am richtigen Ort. |
Nicht vergessen sollte man, dass das Ausspielen eines Projektes, also das Generieren des Videos (Rendern), selbst bei kleineren Projekten mehrere Stunden in Anspruch nehmen kann. Diese Zeitdauer ist abhängig von den Bewegungen, Übergängen, Titeln u.a.m. Also unbedingt genügend Zeit einplanen.
Ich persönlich habe bisher vor allem auf «Photo to Movie» gesetzt, weil dort die Pan- & Zoom- und die Audiomöglchkeiten viel besser sind. Was dann allerdings einiges an Zeitaufwand mit sich bringt.
Wer gerne mehr Wissen möchte, kann sich einige Videotutorials auf Youtube anschauen.
Querbeet Thomas am 06. 12. 2011
Etherpad – Gemeinsam Texte schreiben
EtherPad ist ein webbasierter Editor zur kollaborativen Bearbeitung von Texten (collaborative real-time editor). Etherpad erlaubt es mehreren Personen, in Echtzeit einen Text zu bearbeiten, wobei alle Änderungen sofort bei allen Teilnehmern sichtbar werden. Dabei können die Änderungen der verschiedenen Bearbeiter farblich unterschieden werden. Eine weitere komfortable Funktion ist die Möglichkeit neben der Textbearbeitung im Bearbeitungsfenster zu chatten.
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/EtherPad)
Etherpad wurde von Google gekauft und unter einer Open-Soure-Lizenz frei gegeben. In der Zwischenzeit wurde das Projekt bei Google aber abgeschlossen. Diverse Installationen werden im Internet betrieben und können genutzt werden.
In der Schweizer Bildungsszene macht vor allem die Firma studer + raimann ag auf sich aufmerksam, welche unter dem Namen edupad.ch präsent ist. edupad.ch verwendet Etherpad (Vollversion, Pro) wird allerdings in der kostenlosen Variante lediglich mit abgespeckten Funktionen angeboten. Und genau hier liegt das Problem.
Dass bei edupad.ch höchstens 15 Personen zeitgleich an einem Dokument arbeiten können ist kein Nachteil. Dass es nur öffentliche Pads gibt (wer den Link kennt, hat Zugang), ist auch kein Problem. Problematisch für den schulischen Einsatz ist aber, dass ein Pad und damit alles was je in einem Pad geschrieben wurde nicht gelöscht werden kann. Ich denke, dass Pads häufig wie Notizzettel verwendet werden. Jeder schreibt noch etwas hin und irgendwann wird der Zettel weggeworfen. Das sollte bei den Pads genau so sein.
Am Rande: Bei anderen Etherpad-Angeboten, werden Pads automatisch gelöscht, wenn sie eine gewisse Zeit (z.B. 30 Tage bei PrimaryPad Free) nicht verändert werden.
Wer momentan Etherpad in der Pro-Version kostenlos nutzen will, kann auf die Angebote der Piratenpartei mehrerer Länder oder auf eine Installation von Mozilla zurückgreifen. Bei diesen Angeboten, kann von zusätzlichen Features profitieren:
- Mehrere Pads verwalten, auch löschen (Team Site)
- Zugangsbeschränkung für einzelne Pads (Passwortschutz, Mitglieder)
- Link zu Ready-Only-Seite
Für Pro-Pads verwende ich im Moment:
- MoPad – https://etherpad.mozilla.org/
- Piratenpartei Deutschland – http://www.piratenpad.de/
- Piratenpartei Kanada – http://piratepad.ca/
- Netluchs – http://etherpad.netluchs.de/
Weitere Etherpad oder Etherpad-Lite-Installationen, die gratis genutzt werden können:
http://www.medienpad.de/, http://piratepad.net/, http://willyou.typewith.me/, …
(Sammlung von Etherpad-Installationen: http://etherpad.org/public-sites/)
Wie bereits im vorhergehenden Beitrag geschrieben, plant die Fachstelle Bildung und ICT für 2012 ein kostenloses Angebot von Etherpad Pro (siehe hier).
Querbeet Thomas am 06. 12. 2011
edu-ict-Adventskalender 2011
Die Fachstelle «Bildung und ICT» des Kantons Zürich präsentiert auf ihrer Website einen Adventskalender mit Web-2.0-Tools, die sich für den Einsatz in der Schule eignen und zudem kostenlos sind.
Im Internet finden sich immer mehr mindestens in einer Basis-Version kostenlos nutzbare Web-Werkzeuge, die sich auch gut zum Lernen und Lehren eignen. Viele dieser Werkzeuge unterstützen zudem kooperative Arbeits- und Lernformen.
(Quelle: http://edu-ict.zh.ch/start/edu-ict-adventskalender)
Für mich persönlich habe ich bis jetzt noch kein mir unbekanntes Tool entdeckt, allerdings hat es bereits jetzt einiges, das ich selber nutze oder bei Weiterbildungen empfehle. Eine tolle Sammlung entsteht hier!
Eine wichtige und scheinbar belanglose hat aber meine Aufmerksamkeit geweckt. Offensichtlich möchte die Fachstelle nächstes Jahr allen die Pro-Version von Etherpad zugänglich machen: «Die Fachstelle Bildung und ICT plant für 2012 ein kostenloses Angebot der Pro-Version.» Super! Betrieben werden soll die Lösung von studer+reinmann ag, welche bereits jetzt eine eingeschränkte Version von Etherpad unter edupad.ch anbietet.
Querbeet Thomas am 02. 12. 2011
Schule in der Informationsgesellschaft
Das Poster “Schule in der Informationsgesellschaft” soll dazu anregen, über die aktuelle und künftige Rolle digitaler Medien in der Schule nachzudenken. Es kann als Grundlage für die gemeinsame Diskussion in schulinternen Arbeitsgruppen und Weiterbildungen dienen.
(Quelle: http://www.schuleinderinformationsgesellschaft.ch/)
Das «Poster zur Diskussion über digitale Medien im Schulalltag» wurde herausgegeben vom «Institut für Medien und Schule IMS» der PH Zentralschweiz. Es kann als PDF-Version heruntergeladen und kann für frei verwendet werden in Schulen (CC by-nc).
Aus meiner Sicht ist das Poster sehr gut geeignet, um in die Diskussion in einer Schule rund um das Thema Medien einzusteigen. Lehrer/innen, Schulleiter/innen und Schulpfleger/innen erhalten durch die Visualisierung verbunden mit einem konkreten Auftrag die Möglichkeit ihre Vorstellungen, Ideen, Ängste, Wünsche, Visionen einzubringen und auszutauschen. Auf der Website http://www.schuleinderinformationsgesellschaft.ch/ werden drei Praxis-Szenarien genau erläutert:
- Überzeugungen sammeln und Massnahmen planen
- Vorteile und Nachteile abwägen
- Eine ideale Zukunft entwerfen
Mir gefällt die Visualisierung sehr gut, weil man als Betrachter/in die Bereiche und Aspekte des Medieneinsatzes praktisch auf einen Blick erfassen kann. Dennoch hat man die Möglichkeit, sich mit einzelnen Bildern bzw. Bildteilen vertieft auseinanderzusetzen.
Enorm wichtig finde ich zudem, dass nicht «nur» auf den Unterricht fokussiert wird, sondern ein umfassenderes Bild gezeichnet wird, das auch schulorganisatorische Aspekte, ausserschulische Aktivitäten, technische Belange, weltweite Entwicklungen u.a.m. berücksichtigt.
Eine prima Idee wird wunderbar umgesetzt. Besten Dank an die Macher.
Querbeet Thomas am 28. 11. 2011
Die Zukunft des Fernsehens
Am 17. Nov. 2011 fand in Zürich der erste TV 2.0 Summit statt. Ich war zwar nicht dort, finde die Thematik aber spannend:
Der TV 2.0 Summit versammelt Entscheidungsträger und Fachexperten aus den Bereichen Medien, Verlagswesen, Agenturen, Werbung sowie Marketing-Kommunikation und bildet eine Plattform für Fragen zur Zukunft des Unterhaltungs- und Kommunikationsmediums TV. Der TV 2.0 Summit 2011 widmet sich der Frage, wie unter der rasanten digitalen Entwicklung erfolgreiche Geschäftsmodelle, Strategien und Vermarktungskonzepte im Zeitalter von Web-, Hybrid- und Digital-TV aussehen werden und welche neuen Möglichkeiten sich dadurch den Werbetreibenden bieten. Im Zentrum stehen das Lernen von Erfolgsmodellen und die aktive Vernetzung der verschiedenen Markt-Player.
(Quelle: http://www.tv2summit.ch/?p=204)
Bereits jetzt ist es so, dass Kinder und Jugendliche Fernsehen auf ihren Computern und Tablets konsumieren. Das klassische lineare Fernsehen ist auch für grosse Anstalten nicht mehr nur das Mass der Dinge. Die Konvergenz der Medien wird weiter voranschreiten. Fernsehen (oder soll man besser sagen Videos bzw. Bewegtbilder?) immer weniger von der guten Stube und dem grossen Fernsehmonitor abhängig sein. Die Macht über die Fernbedienung ist nicht mehr bei den Eltern, weil Kinder und Jugendliche Fernsehen auf dem eigenen Gerät konsumieren. Fragen wie in der KIM-Studie, ob Kinder einen eigenen Fernseher im Zimmer haben und wie sie diesen nutzen werden immer weniger relevant.
Wie aber wird sich Fernsehen und der Fernsehkonsum weiterentwickeln?
Hier ein paar Aussagen dazu:
- Fernsehen wird immer weniger abhängig von Geräten.
- Fernsehen ist ortsunabhängig. Man schaut dort, wo man Zeit hat dazu, z.B. auf dem Weg zur Arbeit.
- Fernsehen wird immer interaktiver. Man sich direkt einschalten, Meinungen kundtun, abstimmen, Informationen suchen u.a.m.
- Inhalte/Content ist auch in Zukunft das Wichtigste.
- Live-Übertragungen werden auch in Zukunft wichtig bleiben.
- Werbung ist auch bei Internet TV wichtig. Es werden allerdings nicht mehr 5min-Blöcke gezeigt, sondern dezentere, kürzere und zielgerichtetere Werbespots mit Möglichkeit zur Interaktion gezeigt.
internetTV.ch hat zum Summit ein Magazin produziert, das auf TeleZüri ausgestrahlt wurde, aber auch im Web angeschaut werden kann:
Ein junger Sender mit jungem Publikum, der bereits jetzt sehr stark auf Interaktivität setzt ist JOIZ. Währen den Sendungen wird das Publikum direkt via Facebook, Twitter un Skype einbezogen. Auch sonst setzt der Sender voll auf Social Media mit Youtube-Clips und Blogs. Die Verschmelzung von Fernsehen und Internet.
Auch die Grossen wollen nicht hinten anstehen. Das Kinderprogramm «Zambo» von Schweizer Radio und Fernsehen verfügt über eine grosse Website und eine eigene Community. Fernsehen kann man hier auch am Computer. Zudem kann man sich auch hier mehr oder weniger direkt bzw. live in ausgewählte Sendungen einbringen.
Querbeet Thomas am 11. 11. 2011
Was ist die Cloud?
Wenn ich bei Weiterbildungen von Lehrer/innen manchmal Internet-Angebote vorstelle, dann fragen einige etwas verunsichert, ob denn das nun «diese Cloud, die Wolke» sei. Andere wiederum verdrehen bloss die Augen: Cloud? Wolke?
Tatsächlich ist es so, dass man in letzter Zeit Begriffe wie Cloud-Computing vermehrt in den Medien antrifft. Im Fokus steht dabei meist die Speicherung von Dateien in der Wolke. Obwohl Cloud-Computing natürlich mehr meint, als nur die simple Datenspeicherung ausserhalb des eigenen Computers. Der aktuelle Wikipedia-Artikel zeigt das auf.
Bleiben wir aber mal bei der Datenspeicherung (Storage as a Service). Da werden doch die Daten im Internet gespeichert, sagen die bereits erwähnten Lehrer/innen. Ich geb doch dem Internet nicht meine Daten. Kann dann jeder im Internet sehen, was ich speichere?
Das Internet: Nicht fassbar, undurchsichtig, nebulös, wolkig.
Nun bringen zwei Zeitschriften/Zeitungen etwas Sonnenlicht in die Wolke bzw. Klarheit zum Thema:
- Coop-Zeitung, Beilage zur Ausgabe 44, 1. November 2011
Cloud Computing – Willkommen in der Wolke - Beobachter, Ausgabe 23, 10 November 2011
Der Computer der Zukunft steht in den Wolken…
Weitere Quellen, die Cloud-Computing einfach erklären:
- Common Craft erklärt Ihnen Cloud Computing (Video 3 min)
- Tagesschau vom 9.6.2011: Speichern in der «Wolke» (Video 2.22 min)
Was ist jetzt aber die Wolke? Wo werden die Daten gespeichert (um beim Beispiel zu bleiben). Der Beobachter-Artikel sagt es so:
Wer seine Daten einer Cloud anvertraut, speichert sie je nach Anbieter in einer oder mehreren auf der ganzen Welt verteilten Serverfarmen.
(Quelle: Beobachter)
Kurz gesagt, vertraut man die eigenen Daten einem Unternehmen an, das diese Serverfarmen betreibt. Bei vielen Leuten ist die Angst davor, die Kontrolle über die eigenen Daten zu verlieren enorm. Diese Bedenken sind nicht ganz unberechtigt, wenn man sieht, dass auch bei grossen Playern wie Sony eingebrochen und Daten geklaut werden können. Kriminelle machen wie in anderen Lebensbereichen auch hier nicht Halt (siehe CT-Themenseite). Es ist u.a. auch eine Frage des Vertrauens, wem man was anvertraut.
Nebenbei: Dass die gleichen Personen, die Angst vor dem Missbrauch ihrer Daten haben, wichtige Dateien ungeschützt auf USB-Stick oder Laptop mit sich herumtragen, amüsiert mich fast ein bisschen.
In meinem Blog-Artikel von 2008 war ich der Meinung, dass Cloud-Computing sicherlich ein Trend sei, aber Schulen noch meilenweit davon entfernt sind dieses zu nutzen. In der Zwischenzeit sind viele Anbieter auf den (Privat-)Markt gekommen, die erfolgreich Dienste anbieten. Schüler/innen, Student/innen und Lehrer/innen nutzen solche diese Dienste. Sobald die Internetverbindungen an Schulen besser werden, findet auch die Cloud den Weg in die Bildungsstätten.
Querbeet Thomas am 23. 10. 2011
Lernen mit digitalen Karteikarten
Das Lernen mit Karteikarten ist nur nur im Sprachunterricht sinnvoll, sondern kann in verschiedenen Fächern eingesetzt werden. Es gibt einige (kostenlose) Webangebote für das Lernen mit Karteikarten (Flashcards). Häufig wird passend zum zum Webangebot eine Mobile-App angeboten, damit auch auf dem persönlichen, mobilen Gerät gelernt und geübt werden kann.
Im Unterricht ist aber nicht nur das Lernen mit vorgefertigten Karten sinnvoll. Als besonders gewinnbringend erachte ich es, wenn Schüler/innen zu bestimmten Themen eigene Karten(sätze) gestalten und weitergeben. Gerade das Austüfteln und Formulieren von sinnvollen Fragen ist ein sehr gewinnbringender Prozess: Wie kann ich gehaltvolle Fragen stellen, die differenzierte und eindeutige Antworten liefern?
Ideen für die Erarbeitung und das Lernen mit Karteikarten:
- Für die Repetition eines Geschichtsthemas formulieren alle Schüler/innen einige Wissensfragen (zu einem bestimmten Bereich des Themas). Alle Karten der Schüler/innen werden zu einem Lernset zusammengeführt und kann dann von den einzelnen Schüler/innen zur Repetition verwendet werden.
- Schüler/innen formulieren Verständnisfragen zu einem gelesenen Text. Die Fragen können durch die Mitschüler/innen gelöst werden.
- Es können mathematische oder geometrische Aufgaben erfasst und gelernt werden (z.B. Benennung von geometrischen Körpern)
- …
Bevor eine Lehrperson ein Online-Angebot zum Karteikarten-Lernen in der Klasse einführt, muss sie sich klar werden, welche Features vorhanden sein müssen. Als Kriterien für die Auswahl könnten u.a. untenstehende Punkte dienen.
Kritierien zur Auswahl von Digitalen Karteikästen
Wilde, unstrukturierte Sammlung:
- Verfügbarkeit der Karten via Web / via Mobile App
- Lernen der Karten online / offline
- Preis des Angebotes
- Einfachheit der Erstellung von Karteikarten
- Einfachheit der Verwaltung einzelner Karten und Kartensets
- Freigeben von Karten für bestimmte Benutzer (nicht öffentlich)
- Öffentliche Freigabe von Karten (zum Lernen ohne Login)
- Vorhandensein von Kartensets zu Lehrmitteln (z.B. Envol)
- Verwenden und anpassen öffentlicher Kartensets für eigene Bedürfnisse
- Verwalten einer eigenen Klasse / Gruppe (Kartensets zuweisen, Lernerfolg überprüfen u.ä.)
- Gestaltungsmöglichkeiten der Karten (Aussehen, Bild, Audio)
- Bilder in Karteikarten: Auswahl vorhanden? Eigene Bilder hochladen möglich?
- Audio in Sprachlernkarten: Sprachsynthese der Texte (in den gewünschten Sprachen)
- Eigene Audiodateien einfügen (und teilen) via Webinterface / via Mobile App
- …
Hier mal eine Auswahl von Angeboten mit denen ich mich seit längerer Zeit befasst habe. Die vier erstgenannten haben dabei auf mich einen wirklich guten Eindruck gemacht:
Quizlet
Der beste Weg um Sprachen, Vokabeln und alles Andere zu lernen
http://quizlet.com/
Quizlet ist die größte Lernkarten- und Lernspiel- Webseite mit mehr als 7 Millionen kostenlosen Lernkarten, die alle möglichen Fächer abdecken. Es ist der beste Ort, um Lernspiele zu spielen und um Vokabeln und Wissen aus allen Lernbereichen zu üben.
Zusatzinfos: Kostenlos, viele (kostenpflichtige) Mobile Apps für iOS/Android/Win7/…
Remme (Remember me)
Lerne in der hal
ben Zeit!
http://www.remme.com/
Lernen mittels Karteikarten der Remme Lernkartei. Der Vokabeltrainer lässt Sie z.B. schnell und einfach Sprachen lernen.
Karteikarten inkl. eigener Bilder und eigenem Audio
Zusatzinfos: Kostenloses Grundfunktionalitäten, Mobile App für iOS
card2brain.ch
Klick dich schlau.
http://card2brain.ch/
Auf der Onlinelernplattform card2brain.ch hast du die Möglichkeit, eigene Lernkarten einfach zu erstellen und spielerisch zu lernen. card2brain.ch ist nach dem bekannten «5-Fächer System» aufgebaut, kostenlos und für alle frei zugänglich.
Zusatzinfos: Kostenlos, Mobile Apps für iOS/Android vorhanden
Ediscio
Karteikarten online – Erstellen, Lernen und Teilen
http://www.ediscio.de/
Lernkartei-System mit vielen Möglichkeiten zur Gestaltung der Karteikarten (WYSIWYG-Editor). Einbindung von Bildern und eigenem Audio (MP3) möglich. Lehreraccount mit Klassenverwaltungstools.
Zusatzinfos: Eingeschränkte Gratis-Version, Mobile-Website (nur Pro-User)
ichlerneonline.de
mit Karteikarten online lernen
http://www.ichlerneonline.de/
Hier kannst du online mit Karteikarten lernen. * Schreibe eigene Karteikarten und lerne nach dem 5-Fächer-Prinzip * Gebe die Antworten beim Lernen per Tastatur ein. Ausprobieren * Füge Formeln und Bilder auf den Karteikarten ein. * Füge Sonderzeichen, wie z.B. Chinesische Schrift ein. * Drucke deine Karteikarten aus. * Lerne Karteikarten zusammen mit anderen Mitgliedern in Lerngruppen.
Zusatzinfos: Kostenlos, kein spezieller Mobile-Zugang
Internet-Voci
Dein persönlicher Trainer für das Vocabulaire!
http://www.internet-voci.ch/
Mit dem Voci-Trainer optimierst du das Lernen der Wörter und Ausrücke für den Fremdsprachen-Unterricht. Mit dem Karteikasten-Prinzip wiederholst du die einzelnen Wörter nur so oft, bis du sie weisst und richtig schreibst. Die Lernwörter deines Sprachbuches sind bereits eingegeben und du kannst sofort mit dem Lernen beginnen! Die folgenden Bücher sind bereits (teilweise) eingegeben: Bonne Chance / Envol 5, 6 / Ready for English 1, 2, 3 / Non Stop English 1, 2
Zusatzinfos: Kostenlos, kein Mobile-Zugang
Vocitrainer
Die einfachste Art, Voci zu lernen
http://www.vocitrainer.ch/
Zusatzinfos: Kostenlos (Werbeeinblendungen), kein spezieller Mobile-Zugang
Pauker
http://pauker.sourceforge.net/?lang=de
komplett freie Java-Lernanwendung, funktioniert auch ohne Internet-Verbindung.
Zusatzinfos: kein Online-Angebot
Ich bin übrigens immer noch auf der Suche nach einem Angebot, bei dem sich eigene Sprachaufnahmen einbinden und auch weitergeben lassen. Einige Angebote lassen Spracheingaben via iPhone zu. Diese verbleiben aber stets lokal auf dem eigenen Gerät.
Kennst du ein Tool, das Bild, Text und eigene Sprachaufnahmen einbinden und teilen kann? Für Hinweise bin ich dankbar.
Querbeet Thomas am 07. 09. 2011
Check dein Profil, bevor es andere tun
Der Spot richtet sich sowohl an Kinder und Jugendliche als auch an deren Eltern. Thomas Fuchs: „Auf überraschende Art und Weise zeigt der Spot, dass unser Online- Alter-Ego manchmal schneller ist als wir – und wir unsere Präsenz im Netz deshalb gut kontrollieren sollten.“
(Quelle: https://www.klicksafe.de/)
Querbeet &Witzig Thomas am 10. 06. 2011
iPad mit iOS5
Querbeet Thomas am 22. 05. 2011
Der Elektrische Reporter ist zurück
Nach einer längeren Pause ist der Elektrische Reporter wieder zurück. Wunderbar!
Ich freue mich über die Betrachtungen des elektrischen Reporters Mario Sixtus und werde auch in Zukunft ein treuer Zuschauer sein.
Du kennst den elektrischen Reporter nicht?
Der Elektrische Reporter berichtet wöchentlich über Netzkultur, E-Politik, Web-Trends und digitale Visionen (Quelle: ZDF)
Der Elektrische Reporter war ursprünglich ein ausgezeichneter Video-Podcast, der in unregelmässigen Abständen über Aspekte des digitalen Lebens und der Netzkultur berichtete. An der thematischen Ausrichtung hat sich nichts geändert. Neu ist aber das Sendegefäss im ZDF. Wöchentlich wird eine Folge ausgestrahlt.
Spannend fand ich übrigens die Laborphase. Ungewöhnlich dabei war, dass die Macher unterschiedliche Formate produzierten und die Nutzer bzw. Zuschauer baten, ihre Meinungen kundzutun. Die Community entschied so mit, welches Format am besten gefällt und produziert werden soll.
Die erste Folge der neuen Staffel vom 18.5.2011 befasst sich mit folgenden Themen:
«Denkende Städte, verschwundene Anonymität und internationale Hedonisten»
Die Folgen können auf der Website von Elektrischer Reporter oder in der ZDFmediothek angeschaut werden. Oder im Fernseher auf ZDF jeweils am Mittwochabend.
Selbstverständlich sind auch alle in der Vergangenheit produzierten Folgen noch online abrufbar.





