Die Zukunft des Fernsehens

Am 17. Nov. 2011 fand in Zürich der erste TV 2.0 Summit statt. Ich war zwar nicht dort, finde die Thematik aber spannend:

Der TV 2.0 Summit versammelt Entscheidungsträger und Fachexperten aus den Bereichen Medien, Verlagswesen, Agenturen, Werbung sowie Marketing-Kommunikation und bildet eine Plattform für Fragen zur Zukunft des Unterhaltungs- und Kommunikationsmediums TV. Der TV 2.0 Summit 2011 widmet sich der Frage, wie unter der rasanten digitalen Entwicklung erfolgreiche Geschäftsmodelle, Strategien und Vermarktungskonzepte im Zeitalter von Web-, Hybrid- und Digital-TV aussehen werden und welche neuen Möglichkeiten sich dadurch den Werbetreibenden bieten. Im Zentrum stehen das Lernen von Erfolgsmodellen und die aktive Vernetzung der verschiedenen Markt-Player.
(Quelle: http://www.tv2summit.ch/?p=204)

Bereits jetzt ist es so, dass Kinder und Jugendliche Fernsehen auf ihren Computern und Tablets konsumieren. Das klassische lineare Fernsehen ist auch für grosse Anstalten nicht mehr nur das Mass der Dinge. Die Konvergenz der Medien wird weiter voranschreiten. Fernsehen (oder soll man besser sagen Videos bzw. Bewegtbilder?) immer weniger von der guten Stube und dem grossen Fernsehmonitor abhängig sein. Die Macht über die Fernbedienung ist nicht mehr bei den Eltern, weil Kinder und Jugendliche Fernsehen auf dem eigenen Gerät konsumieren. Fragen wie in der KIM-Studie, ob Kinder einen eigenen Fernseher im Zimmer haben und wie sie diesen nutzen werden immer weniger relevant.

Wie aber wird sich Fernsehen und der Fernsehkonsum weiterentwickeln?
Hier ein paar Aussagen dazu:

  • Fernsehen wird immer weniger abhängig von Geräten.
  • Fernsehen ist ortsunabhängig. Man schaut dort, wo man Zeit hat dazu, z.B. auf dem Weg zur Arbeit.
  • Fernsehen wird immer interaktiver. Man sich direkt einschalten, Meinungen kundtun, abstimmen, Informationen suchen u.a.m.
  • Inhalte/Content ist auch in Zukunft das Wichtigste.
  • Live-Übertragungen werden auch in Zukunft wichtig bleiben.
  • Werbung ist auch bei Internet TV wichtig. Es werden allerdings nicht mehr 5min-Blöcke gezeigt, sondern dezentere, kürzere und zielgerichtetere Werbespots mit Möglichkeit zur Interaktion gezeigt.

internetTV.ch hat zum Summit ein Magazin produziert, das auf TeleZüri ausgestrahlt wurde, aber auch im Web angeschaut werden kann:


Internet TV

Ein junger Sender mit jungem Publikum, der bereits jetzt sehr stark auf Interaktivität setzt ist JOIZ. Währen den Sendungen wird das Publikum direkt via Facebook, Twitter un Skype einbezogen. Auch sonst setzt der Sender voll auf Social Media mit Youtube-Clips und Blogs. Die Verschmelzung von Fernsehen und Internet.

Auch die Grossen wollen nicht hinten anstehen. Das Kinderprogramm «Zambo» von Schweizer Radio und Fernsehen verfügt über eine grosse Website und eine eigene Community. Fernsehen kann man hier auch am Computer. Zudem kann man sich auch hier mehr oder weniger direkt bzw. live in ausgewählte Sendungen einbringen.

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