MonatsarchivNovember 2011
Querbeet Thomas am 28. 11. 2011
Die Zukunft des Fernsehens
Am 17. Nov. 2011 fand in Zürich der erste TV 2.0 Summit statt. Ich war zwar nicht dort, finde die Thematik aber spannend:
Der TV 2.0 Summit versammelt Entscheidungsträger und Fachexperten aus den Bereichen Medien, Verlagswesen, Agenturen, Werbung sowie Marketing-Kommunikation und bildet eine Plattform für Fragen zur Zukunft des Unterhaltungs- und Kommunikationsmediums TV. Der TV 2.0 Summit 2011 widmet sich der Frage, wie unter der rasanten digitalen Entwicklung erfolgreiche Geschäftsmodelle, Strategien und Vermarktungskonzepte im Zeitalter von Web-, Hybrid- und Digital-TV aussehen werden und welche neuen Möglichkeiten sich dadurch den Werbetreibenden bieten. Im Zentrum stehen das Lernen von Erfolgsmodellen und die aktive Vernetzung der verschiedenen Markt-Player.
(Quelle: http://www.tv2summit.ch/?p=204)
Bereits jetzt ist es so, dass Kinder und Jugendliche Fernsehen auf ihren Computern und Tablets konsumieren. Das klassische lineare Fernsehen ist auch für grosse Anstalten nicht mehr nur das Mass der Dinge. Die Konvergenz der Medien wird weiter voranschreiten. Fernsehen (oder soll man besser sagen Videos bzw. Bewegtbilder?) immer weniger von der guten Stube und dem grossen Fernsehmonitor abhängig sein. Die Macht über die Fernbedienung ist nicht mehr bei den Eltern, weil Kinder und Jugendliche Fernsehen auf dem eigenen Gerät konsumieren. Fragen wie in der KIM-Studie, ob Kinder einen eigenen Fernseher im Zimmer haben und wie sie diesen nutzen werden immer weniger relevant.
Wie aber wird sich Fernsehen und der Fernsehkonsum weiterentwickeln?
Hier ein paar Aussagen dazu:
- Fernsehen wird immer weniger abhängig von Geräten.
- Fernsehen ist ortsunabhängig. Man schaut dort, wo man Zeit hat dazu, z.B. auf dem Weg zur Arbeit.
- Fernsehen wird immer interaktiver. Man sich direkt einschalten, Meinungen kundtun, abstimmen, Informationen suchen u.a.m.
- Inhalte/Content ist auch in Zukunft das Wichtigste.
- Live-Übertragungen werden auch in Zukunft wichtig bleiben.
- Werbung ist auch bei Internet TV wichtig. Es werden allerdings nicht mehr 5min-Blöcke gezeigt, sondern dezentere, kürzere und zielgerichtetere Werbespots mit Möglichkeit zur Interaktion gezeigt.
internetTV.ch hat zum Summit ein Magazin produziert, das auf TeleZüri ausgestrahlt wurde, aber auch im Web angeschaut werden kann:
Ein junger Sender mit jungem Publikum, der bereits jetzt sehr stark auf Interaktivität setzt ist JOIZ. Währen den Sendungen wird das Publikum direkt via Facebook, Twitter un Skype einbezogen. Auch sonst setzt der Sender voll auf Social Media mit Youtube-Clips und Blogs. Die Verschmelzung von Fernsehen und Internet.
Auch die Grossen wollen nicht hinten anstehen. Das Kinderprogramm «Zambo» von Schweizer Radio und Fernsehen verfügt über eine grosse Website und eine eigene Community. Fernsehen kann man hier auch am Computer. Zudem kann man sich auch hier mehr oder weniger direkt bzw. live in ausgewählte Sendungen einbringen.
Querbeet Thomas am 11. 11. 2011
Was ist die Cloud?
Wenn ich bei Weiterbildungen von Lehrer/innen manchmal Internet-Angebote vorstelle, dann fragen einige etwas verunsichert, ob denn das nun «diese Cloud, die Wolke» sei. Andere wiederum verdrehen bloss die Augen: Cloud? Wolke?
Tatsächlich ist es so, dass man in letzter Zeit Begriffe wie Cloud-Computing vermehrt in den Medien antrifft. Im Fokus steht dabei meist die Speicherung von Dateien in der Wolke. Obwohl Cloud-Computing natürlich mehr meint, als nur die simple Datenspeicherung ausserhalb des eigenen Computers. Der aktuelle Wikipedia-Artikel zeigt das auf.
Bleiben wir aber mal bei der Datenspeicherung (Storage as a Service). Da werden doch die Daten im Internet gespeichert, sagen die bereits erwähnten Lehrer/innen. Ich geb doch dem Internet nicht meine Daten. Kann dann jeder im Internet sehen, was ich speichere?
Das Internet: Nicht fassbar, undurchsichtig, nebulös, wolkig.
Nun bringen zwei Zeitschriften/Zeitungen etwas Sonnenlicht in die Wolke bzw. Klarheit zum Thema:
- Coop-Zeitung, Beilage zur Ausgabe 44, 1. November 2011
Cloud Computing – Willkommen in der Wolke - Beobachter, Ausgabe 23, 10 November 2011
Der Computer der Zukunft steht in den Wolken…
Weitere Quellen, die Cloud-Computing einfach erklären:
- Common Craft erklärt Ihnen Cloud Computing (Video 3 min)
- Tagesschau vom 9.6.2011: Speichern in der «Wolke» (Video 2.22 min)
Was ist jetzt aber die Wolke? Wo werden die Daten gespeichert (um beim Beispiel zu bleiben). Der Beobachter-Artikel sagt es so:
Wer seine Daten einer Cloud anvertraut, speichert sie je nach Anbieter in einer oder mehreren auf der ganzen Welt verteilten Serverfarmen.
(Quelle: Beobachter)
Kurz gesagt, vertraut man die eigenen Daten einem Unternehmen an, das diese Serverfarmen betreibt. Bei vielen Leuten ist die Angst davor, die Kontrolle über die eigenen Daten zu verlieren enorm. Diese Bedenken sind nicht ganz unberechtigt, wenn man sieht, dass auch bei grossen Playern wie Sony eingebrochen und Daten geklaut werden können. Kriminelle machen wie in anderen Lebensbereichen auch hier nicht Halt (siehe CT-Themenseite). Es ist u.a. auch eine Frage des Vertrauens, wem man was anvertraut.
Nebenbei: Dass die gleichen Personen, die Angst vor dem Missbrauch ihrer Daten haben, wichtige Dateien ungeschützt auf USB-Stick oder Laptop mit sich herumtragen, amüsiert mich fast ein bisschen.
In meinem Blog-Artikel von 2008 war ich der Meinung, dass Cloud-Computing sicherlich ein Trend sei, aber Schulen noch meilenweit davon entfernt sind dieses zu nutzen. In der Zwischenzeit sind viele Anbieter auf den (Privat-)Markt gekommen, die erfolgreich Dienste anbieten. Schüler/innen, Student/innen und Lehrer/innen nutzen solche diese Dienste. Sobald die Internetverbindungen an Schulen besser werden, findet auch die Cloud den Weg in die Bildungsstätten.

