RSS-Feed für Beiträge oder Kommentare

MonatsarchivApril 2010



ict-in-der-schule Thomas am 30. 04. 2010

Kauf eines interaktiven Whiteboards

Der Lehrerfreund hat einen sehr informativen und ausführlichen Artikel zum Kauf eines Whiteboards veröffentlicht:
Checkliste: Worauf Sie beim Kauf eines interaktiven Whiteboards achten sollten

Es werden wichtige Kaufkriterien erläutert. Dazu gehören gemäss dem Lehrerfreund die Handschrifterkennung, die Bedienungsergonomie (Benutzerfreundlichkeit) und die Integration von der Whiteboard-Software und Standard-Applikationen. Der Lehrerfreund bietet auch eine entsprechende Checkliste als PDF an: Genauso zeigt der Lehrerfreund aber auf, was einem bei einem Verkaufsgespräch mit dem Board-Hersteller nicht interessieren sollte.

Foto von Sean O'Sullivan (flickr.com)

Dass die Handschrifterkennung einen derart grossen Stellenwert beim Kauf eines interaktiven Whiteboards haben soll, erstaunt mich ehrlich gesagt. Ich persönlich hätte das nicht so hoch bewertet. Genauso wie ein gewissert Thomas in den Kommentaren schreibt, hinterfrage ich die Nützlichkeit im Alltag.

Sicherlich muss bei der Beschaffung eines IWBs darauf geachtet werden, dass die eigenen Bedürfnisse bei Funktionalität und Bedienerfreundlichkeit abgedeckt werden. Genauso wichtig ist aber bereits bei der Beschaffung zu überlegen, in welchen konkreten Szenarien das IWB eingesetzt werden soll.
Hier ein paar Links mit Ideen und Praxisbeispielen:

Wie bei allen «neuen» Medien für den Unterricht gibt es auch für die interaktiven Whiteboards erbitterte Gegner («echte Wandtafeln sind viel besser als dieser moderne Schnickschnack») und unermüdliche Heilsversprecher («Unterrichtsvorbereitung wird für Lehrer/innen  viel weniger aufwändig und Schüler/innen lernen motiviert und zeitgemäss»). Beides ist in Extremform Humbug. Ob die Potenziale von IWBs im Unterricht genutzt werden können, entscheidet einzig das didaktische Konzept der Schule bzw. jeder einzelnen Lehrperson.

FacebookTwitterDeliciousMister-WongTechnorati FavoritesGoogle BookmarksNetvibes ShareGoogle ReaderShare

ict-in-der-schule &medienkompetenz &Mobile Thomas am 22. 04. 2010

enter – Ratgeber digitale Medien

Die Swisscom hat in den vergangenen Jahren den SchoolNetGuide publiziert. Es handelte sich dabei um einen Internet-Ratgeber, der ursprünglich für Lehrer/innen konzipiert, aber auch darüber hinaus sein Publikum gefunden hat. In einer ganzen Reihe von Broschüren hat die Swisscom viele Internetthemen aufgegriffen und dazu Infos, Tipps und Links zusammengestellt.

Seit der letzten Ausgabe des SchoolNetGuides zum sozialen Internet sind bereits fast zwei Jahre vergangen. Doch nun ist ein Nachfolger gefunden:

enter – Ratgeber digitale Medienenter

Risiken und Gefahren der Medienwelt

Die aktuelle Broschüre widmet sich dem Jugendmedienschutz. Sie ist wirklich gelungen und sehr interessant. Sie kann heruntergeladen (PDF) oder online betrachtet werden.

Alle erdenklichen Risiken von Pornos auf dem Handy, Killerspiele, Cyber-Mobbing und Cyber-Grooming bis hin zu möglichen Suchtverhalten werden aufgegriffen und erläutert. Dies geschieht aber nicht im Sinne einer Verteufelung der Medien. Es handelt sich vielmehr um eine Bestandesaufnahme der aktuellen Risiken und Gefahren.

Zu jedem Thema werden schliesslich Strategien für Eltern und deren Kinder zum Umgang mit den Gefahren aufgezeigt.

Medienkonvergenz

Interessant finde ich den Wandel vom SchoolNetGuide zu Enter in Bezug auf die Medienkonvergenz. Während der SchoolNetGuide lediglich als Print/PDF zur Verfügung stand, steht jetzt eine angereicherte Plattform im Internet zur Verfügung.

So kann z.B. das Interview mit Prof. Daniel Süss in der Broschüre nachgelesen und in verkürzter Form auch als Video-Interview angeschaut werden. Auch für die anderen Experten-Interviews ist das so.
Selbstredend ist, dass es ausführliche, kommentierte Linklisten und Hinweise zu weiterführenden Quellen im Internet hat.
Für Eltern steht auch ein sogenannter «Medienkompetenz-Test» bereit. Dieser verdient allerdings seinen Namen nicht im geringsten. Es wird den Eltern höchstens aufgezeigt, was sie über die neuen Medien und den Umgang ihrer Kinder damit alles nicht wissen. Abgesehen von einigen nichtssagenden Sätzen, werden am Schluss lediglich eine Reihe von Links präsentiert.

Ich freue mich auf weitere Ausgaben von enter.

FacebookTwitterDeliciousMister-WongTechnorati FavoritesGoogle BookmarksNetvibes ShareGoogle ReaderShare

Querbeet Thomas am 11. 04. 2010

YouTube-Videos offline

Immer wieder werde ich mit Fragen zu YouTube-Videos konfrontiert. Lehrer/innen, Student/innen oder Dozent/innen möchten jeweils wissen, wie sie Youtube-Videos auf ihrem eigenen Computer speichern können. Dahinter verbirgt sich die Angst, dass ein Video, wenn es im Unterricht oder einer Präsentation verwendet werden soll, nicht online zur Verfügung steht. Passieren kann dies, wenn (temporär) eine zu langsame oder gar keine Verbindung ins Internet besteht oder wenn das Video gar nicht mehr auf der Plattform eingestellt ist.

Im Moment gibt es zwei funktionierende Websites zum Download von Youtube-Filmen. Beide sezten auf ein Java-Applet, dem man die ausdrückliche Erlaubnis erteilen muss, auf den Computer zuzugreifen:

kissYouTube.com
KEEPVID.com

Es wird auf der Plattform jeweils der YouTube-Link eingetragen. Bald darauf erhält man die Links zu den verschiedenen Videoformaten angezeigt, um das gewünschte Video herunterladen zu können.

Etwas stutzig machen mich allerdings die Nutzungsbedingungen, die den Download von Videos explizit verbieten:

Content on the Website is provided to you AS IS for your information and personal use only and may not be downloaded, copied, reproduced, distributed, transmitted, broadcast, displayed, sold, licensed, or otherwise exploited for any other purposes whatsoever without the prior written consent of the respective owners.
(Quelle: YouTube-Nutzungsbedingungen, Punkt 5A)

Wobei es aus meiner Sicht für den persönlichen Gebrauch nicht relevant ist, ob ich ein Video heruntergeladen habe oder nicht. Für den persönlichen Gebrauch ist der Download also aus meiner Sicht erlaubt.
Und was heisst eigentlich «for personal use only»? Streng genommen, dürfte ich demzufolge kein Video (heruntergeladen oder nicht) an einem Referat vor Publikum zeigen. Oder? Und wenn ich als Lehrer/Dozent ein Video im Unterricht meiner (Hoch-)Schule zeigen will? Brauche ich dann die Einwilligung des Urhebers? Ha!

FacebookTwitterDeliciousMister-WongTechnorati FavoritesGoogle BookmarksNetvibes ShareGoogle ReaderShare

ict-in-der-schule &tools Thomas am 01. 04. 2010

Google Apps für die Schule

Google und Microsoft werben für ihre Cloud-Dienste: Google-Apps für Bildungseinrichtungen bzw. Live@edu. Die Zurückhaltung der Bildungsinstitutionen in der Schweiz ist aber gross. Die Angst, die eigenen Daten einem fremden Dienstleister anzuvertrauen sind gross. Ich persönlich kenne keine einzige Hochschule, die auf diese Dienste setzt.

Ich bleibe mal bei den Diensten von Google:
Auf individueller Ebene sind die Dienste von Google durchaus in Einsatz (Mail, Text & Tabellen, Kalender u.a.). Sie sind in der Handhabung ja wirklich einfach und entwickeln sich zudem ständig weiter. Google Apps bietet aber mehr als nur die einzelnen Apps: Nutzerverwaltung, Einstellmöglichkeiten für die diversen Apps, alles unter der eigenen Domain u.a.m. Aber wie bereits gesagt, werden diese Möglichkeiten auf institutioneller Ebene von Schulen nicht genutzt. Aus durchaus nachvollziehbaren Gründen, wie ich finde.

Ich bin aber mal gespannt, wie lange es noch dauert, bis die erste (Hoch-)Schule Google Apps nutzen wird.

Uwe Klemm hat zu diesem Thema eine interessante Präsentation ins Netz gestellt:
«Google-Dienste im Schulbetrieb»

via eventualitaetswabe.de

FacebookTwitterDeliciousMister-WongTechnorati FavoritesGoogle BookmarksNetvibes ShareGoogle ReaderShare