MonatsarchivSeptember 2008
Querbeet Thomas am 28. 09. 2008
Lehrer früher – heute
«Ah, Multimedia? Gibts bei mir auch: Lesebuch, Wandtafel und ich spreche.»
Die Diskussion der beiden Lehrer geht noch weiter mit: interaction, audio, video.
medienkompetenz Thomas am 28. 09. 2008
11 Kernkompetenzen der Medienpartizipation
In seinem grundlegenden White Paper “Confronting the Challenges of Participatory Culture: Media Education in the 21st Century” (verfügbar auf www.newmedialiteracies.org) beschreibt der am MIT lehrende Medientheoretiker Henry Jenkins insgesamt 11 Kernkompetenzen im Umgang mit partizipativen Medien. Die Vermittlung dieser Kompetenzen ist eine der wichtigsten Aufgaben einer zeitgemäßen Medienpädagogik […]. (Quelle: Donau-Universität Krems)
Aus dem Original-Dokument «Confronting the Challenges of Participatory Culture: Media Education for the 21st Century» (PDF):
The new skills include:
- Play — the capacity to experiment with one’s surroundings as a form of problem-solving
- Performance — the ability to adopt alternative identities for the purpose of improvisation and discovery
- Simulation — the ability to interpret and construct dynamic models of real-world processes
- Appropriation — the ability to meaningfully sample and remix media content
- Multitasking — the ability to scan one’s environment and shift focus as needed to salient details.
- Distributed Cognition — the ability to interact meaningfully with tools that expand mental capacities
- Collective Intelligence — the ability to pool knowledge and compare notes with others toward a common goal
- Judgment — the ability to evaluate the reliability and credibility of different information sources
- Transmedia Navigation — the ability to follow the flow of stories and information across multiple modalities
- Networking — the ability to search for, synthesize, and disseminate information
- Negotiation — the ability to travel across diverse communities, discerning and respecting multiple perspectives, and grasping and following alternative norms.
Im Papier von Jenkins werden die Skills mit Handlungsmöglichkeiten ab S.22 ausführlich erläutert.
Mit Interesse habe ich aber die vorhergehenden Kapitel gelesen. Zum Beispiel folgende:
- Why We Should Teach Media Literacy: Three Core Problems
- The Participation Gap
- The Transparency Problem
- The Ethics Challenge
- What Should We Teach? Rethinking Literacy
- What New Skills Matter? New Social Skills and Cultural Competencies
ict-in-der-schule & medienkompetenz Thomas am 20. 09. 2008
Neue Website medienbildung.ch
Seit wenigen Tagen ist die neue Website www.medienbildung.ch online. Es handelt sich dabei um eine Site aus dem Hause der Pädagogischen Hochschule Zürich (PHZH). Sie zeigt die Angebote auf und vermittelt eine Vielzahl an Informationen zu einzelnen Themenbereichen (Computer im Schulalltag, Foto, Video, Audio, Chatten, Gamen, Bloggen, Gewalt, Sucht, Web 2.0 u.a.m.) Die Site richtet sich an …
- Lehrerinnen und Lehrer, welche Kurse und Beratungen für den gezielten Einsatz von Medien im Unterricht wünschen.
- Schulleitungen und Behörden, welche Beratung und konzeptionelle Unterstützung bei der Erstellung eines Medien- und ICT-Konzeptes suchen, das Rücksicht auf die spezifische Schulentwicklung nimmt.
- Eltern und Fachstellen, welche Informationen, Fachreferenten und Berater brauchen, die zu einem bestimmten Thema auftreten.

Man stellt sich beim Lesen des Domainnamens unweigerlich die Frage, was denn eigentlich Medienbildung sein könnte. Dem Begriff Medienbildung begegnet man in der Literatur nämlich selten. Stellt sich also die Frage, wie sich die Medienpädagogik mit den Bereichen Mediendidaktik, Medienerziehung und informationstechnische Bildung vom Begriff der Medienbildung abgrenzt.
Im Menüpunkt «Was ist Medienbildung?» wird darauf folgende Antwort gegeben:
Der Begriff ersetzt zum einen die früheren Begriffe Medienerziehung (die sich auf traditionelle Medien wie Film, Zeitung, Fernsehen, Fotografie ausrichtete) und Informatik bzw. Schulinformatik (die sich mit Computer bzw. digitalen Medien befasste). Zum andern weist er auf die Bildungstradition hin. Medien-bildung hat Selbstbestimmung und umfassende Mündigkeit zum Ziel.
Medienbildung umfasst daher ausdrücklich nicht nur Anwendungsfähigkeiten in der Nutzung von Medienbeiträgen, sondern auch die Fähigkeit, Medienbeiträge oder gar Mediensysteme kritisch und kompetent zu reflektieren, Medienwirkungen zu erkennen oder selbst kompetent eigene Medienbeiträge zu produzieren.
Dieses Verständnis von Medienbildung beschreibt auch Thomas Merz-Abt in seinem Buch «Medienbildung in der Volksschule, Grundlagen und konkrete Umsetzung»: «So setzte sich allmählich die Einsicht durch, dass die ursprünglich getrennt behandelten Fragen nach “informationstechnischer Grundbildung” und “Medienerziehung” zusammen betrachtet werden müssen. Um diese Integration deutlich zu machen, wurde der Begriff der “Medienbildung” eingeführt.» (S.15)
Auch mediaculture online widmet sich dem Begriff der Medienbilung und kommt zum Schluss, dass nach den dort vorliegenden Definitionen «Medienpädagogik ein Teilaspekt der Medienbildung» wäre.
Querbeet Thomas am 07. 09. 2008
Cloud Computing – Trend aus der Wolke?
Der Begriff Cloud Computing ist mir in letzter Zeit öfter begegnet. Was aber genau ist Cloud Computing? Ist Cloud Computing ein Trend, der eingesetzt hat mit diversen Online-Diensten?
Die Anwender einer Software betreiben die Software-Applikationen und die dazu notwendige Hardware (Server etc.) nicht mehr selbst, sondern beziehen diese über einen Anbieter, der beides für ihn und andere Nutzer betreibt. Anwendungen und Daten befinden sich also nicht mehr auf dem lokalen Rechner, sondern – metaphorisch gesprochen – in einer Wolke (Cloud) über eine Anzahl von entfernten Systemen verteilt. Die Basis für den Zugriff auf diese entfernten Systeme stellt ein sehr leistungsfähiges Netzwerk dar, welches die Verbindung zwischen Instanzen des Konzeptes verschiedener Dienstanbieter (also unterschiedlicher Clouds) ermöglicht. Der Zugriff selbst erfolgt über eine allgemeine verfügbare Standardanwendung, zumeist einem Webbrowser.
(aus Wikipedia, 7.9.2008)
ExplainingComputers.com hat den Begriff bereits vor einigen Monaten aufgegriffen und erklärt ihn in einem kleinen Video. Dabei werden auch verwandte Begriffe wie Software as a Service (SaaS) u.a. aufgegriffen und eingeordnet:
Empfehlenswert finde ich zudem das Video mit Interviews von der Web 2.0 Expo 2008. Die Protagonisten erklären, was sie unter Cloud Computing verstehen. So kommen ganz unterschiedliche und
Der Eintrag in der englischen Wikipedia (vom 7.9.08) ist übrigens einiges ausführlicher, als die deutsche. Hier werden auch die Charakteristiken von Cloud Computing genannt. Sie zeigen, dass Cloud Computing mehr ist als SaaS:
- Geringe Investitionen in Bezug auf Hard- und Software der Anwender.
- Geräte- und ortsunabhängige Nutzung der Systeme bzw. Services
- Mandantenfähigkeit: Senkung der Kosten durch Zentralisierung der Infrastruktur, Erreichen hoher Kapazität durch einzelne möglich, Ausnutzung der Systemressourcen durch die Gemeinschaft
- Performance ist überwacht/gewähtleistet, wobei die Netzgeschwindigkeit die Performance negativ beeinflussen kann.
- Hohe Ausfallsicherheit durch redundante Systeme bzw. Sites.
- Durch die Skalierbarkeit kann schnell auf die Kundenanforderungen reagiert werden.
- Durch Zentralisisierung wird die Sicherheit der Daten verbessert, wobei man sich bewusst sein muss, dass man die eigenen (sensiblen) Daten in fremde Hände gibt.
- Nachhaltigkeit durch eine verbesserte Ressourcennutzung
Vielleicht hat mit den verschiedenen Services im Internet (Google Docs, Apples MobileMe u.v.a.) ein Trend eingesetzt, die eigene IT-Infrastruktur (Hard-/Software) auszulagern. Insbesondere für Schulen, könnte dieser Trend ein Potential für Kosteneinsparungen u.a. bieten. Im Moment sind wir aus meiner Sicht davon aber noch weit entfernt. Ich beobachte weiter.
Querbeet & tools Thomas am 04. 09. 2008
Die Welt ist eine Google!
Nachdem ich mich im letzten Beitrag zu meinen Gefühlen betreffend Google geäussert habe, möchte ich gerne noch auf einen Fernsehbeitrag von neues hinweisen: Die Welt ist eine Google. Ein sehr interessantes, halbstündiges Porträt von Google vom März 2008.
tools Thomas am 03. 09. 2008
Google beobachtet dich!
Google ist genial!
Ich bin echt begeistert von den Diensten bzw. «Programmen», die Google kostenlos zur Verfügung stellt. Google Docs sind wirklich sensationell und können zum Beispiel das kollaborative Arbeiten ungemein erleichtern. Kalender, Picasa, iGoogle, Talk, Sites, Youtube, Google Maps und Earth u.a. sind alles wunderbare Dienste. Und nicht zu vergessen natürlich der ursprüngliche Kern des Konzerns: Die Suchmaschine. Andere Suchmaschinen nutze auch ich nur selten (ich gebs zu). Googel ist wunderbar!
Auch für die Schulen hat Google einiges zu bieten. Schüler/innen und Lehrer/innen können Google-Apps einsetzen, um zu arbeiten, Daten abzulegen und auszutauschen. Es gibt ein spezielles Angebot für den Einsatz von Google Apps in Bildungseinrichtungen. Für die Mailadressen kann auch die Domain der Schulen eingesetzt werden. Natürlich ist auch das alles kostenlos und mit wenig Aufwand zu bewerkstelligen. (Nebenbei: Holger von Lehrerrundmail.de hat das mal genauer angeschaut.)
Wer nur Kurz im Web recherchiert findet einige Websites, die aufzeigen, wie die Google Apps im Unterricht eingesetzt werden können. Google selber hat natürlich auch erkannt, dass die Lehrer/innen hier eine Multiplikatorrolle übernehmen und bringt deshalb auch noch eigne Vorschläge ein.
Google schreckt ab!
Trotz all der Lobhudelei im ersten Teil finde ich Google irgendwie abstossend. Es ist bekannt, dass Google unglaublich viele Daten zu den einzelnen Benutzer/innen ihrer Dienste sammelt. Schliesslich sind diese ja die Grundlage für ihr Geschäftsmodell, nämlich möglichst passgenau Werbung zu verkaufen. Dafür entstehen sehr genaue Nutzerprofile.
Ich persönlich möchte aber nicht, dass meine Mails, mein Kalender, meine Dokumente, mein Suchverhalten u.a.m. durchsucht werden, damit ein möglichst genaues Abbild meiner Person entstehen kann. In diesem Zusammenhang fürchte ich eben nicht nur unklare Datenschutzbestimmungen, sondern auch den Missbrauch. Was wenn die Daten missbräuchlich in falsche Hände kommen?
Und es geht weiter!
Gestern nun hat Google den neuen Browser Chrome in einer Betaversion vorgestellt. Diejenigen, die Chrome bereits getestet haben sind (soviel ich gelesen habe) begeistert. Es sind einige wirklich gute Features implementiert und die Geschwindigkeit des Browsers scheint ebenfalls berauschend.
Ich habe mir die Frage gestellt, weshalb Google wohl der Netzgemeinschaft einen neuen (in Teilen auch neuartigen) Browser spendiert. Jetzt ist es mir klar: Zum einen soll wohl eine zuverlässige Umgebung für die Google-Dienste geschaffen werden. Darauf deuten die Features hin, wie z.B. die verbesserte JavaScript-Implementierung hin. Zum anderen sammelt auch Chrome fleissig Daten über die Nutzer und deren Verhalten im Netz (siehe auch hier). Die Daten können gemäss Nutzungsbestimmungen übrigens von Google auch weiterverwendet werden (siehe auch hier).
Und bald kommt das Google Handy!
Gefragt ist ein bewusster Umgang
Nur damit keine Missverständnisse entstehen: Ich unterstelle Google keine bösen Absichten. Der Gigant Google zeigt mir nur auf, dass in Zukunft noch viel mehr darauf geachtet werden muss, welche Daten von uns ins Netz gelangen sollen bzw. dass uns bewusst sein/werden muss, wo und wie wir Spuren hinterlassen.



