MonatsarchivAugust 2008
ict-in-der-schule & medienkompetenz Thomas am 30. 08. 2008
MedienKindergarten
Elisabeth Schallhart schreibt regelmässig in medienpädagogik.at/blog über ihre Erfahrungen und Gedanken zum Einsatz von Medien im Kindergarten. Zu diesem Thema hat sie auch auch eine Diplomarbeit geschrieben, die nun als Buch (siehe Amazon) erschienen ist.
MedienKindergarten:
Überlegungen zur Integration medienpädagogischer Arbeit im KindergartenalltagKurzbeschreibung:
Kinder nutzen und besitzen Medien in großer Vielzahl und wachsen mit medialen Erfahrungen auf. Diese Allgegenwärtigkeit von Medien in kindlichen Lebenswelten erfordert die Förderung von Medienkompetenz schon in jungen Jahren. Der Kindergarten als Bildungsinstitution steht nun vor der Herausforderung, die Kinder im Umgang mit Medien zu stärken und so eine Basis der Medienkompetenzförderung auszubilden.Das Buch Medienkindergarten beschäftigt sich mit der Frage, welche vielschichtigen Ansprüche sich hinter dem Begriff Medienkompetenz speziell für den Elementarbereich verbergen. Aufbauend darauf behandelt es die notwendigen Voraussetzungen für die medienpädagogische Arbeit im Kindergarten, um Kinder in der Förderung ihrer Medienkompetenz zu unterstützen. Die Durchführung und Analyse eines einfachen Medienprojekts gibt Aufschluss darüber, ob und wie Veränderungsprozesse im Praxisverhalten von Kindergartenpädagog/innen in Gang gesetzt werden können unter Berücksichtigung gegebener Rahmenbedingungen.
Dieses Buch richtet sich an Kindergartenpädagog/innen und Multiplikator/innen der Medienpädagogik, die ein Basiswissen über die aktive Medienarbeit im Kindergarten aufbauen möchten.
(Quelle: http://medienpaedagogik.at/blog)
Zum Thema Medien im Kindergarten macht sich hier auch René Scheppler Gedanken. Er verweist zudem auf eine weitere Publikation zum Thema: «Pixel, Zoom und Mikrofon, Medienbildung in der Kita, Ein medienpraktisches Handbuch für Erzieher/-innen» (siehe auch hier).
medienkompetenz Thomas am 26. 08. 2008
Missbrauch im sozialen Netz
Obwohl die deutschschweizer Medien momentan voll sind mit Berichten zur Community-Plattform Facebook, steht bei den Schweizer Kindern und Jugendlichen eine andere Community hoch im Kurs: Netlog.
Ein Artikel des Tagesanzeigers macht deutlich, dass Netlog einige Probleme mit sich bringt. Titel und Lead machen bereits deutlich, worum es geht.
Boomende Internet-Site für Kinder: Pädagogen schlagen Alarm
Im Schatten von Facebook überrollt die Community-Site Netlog die Deutschschweizer Schulen. Die Folgen: Internet-Mobbing und Lehrer-Beschimpfungen. Schulbehörden und Eltern sind überfordert.
Matthias Fuchs, Leiter des Bereichs Medienlernen an der Pädagogischen Hochschule Zürich (PHZH), erläutert, was genau die Problematik ist. Zusammengefasst:
- erotische und rassistische Bilder, die Schüler/innen mit ihren Handy-Kameras knipsten
- herablassende Äusserungen einzelner Schülerinnen und Schüler über ihre Lehrpersonen
- die Jugendlichen gehen äusserst unvorsichtig mit ihren privaten Angaben zu ihrer Person um – selbst intimste Details werden preisgegeben (auch in Fotografien)
- es fehlt das Unrechtbewusstsein, was zu Schmähungen und Hasstiraden genauso wie Liebesbekundungen führt, in der fälschlichen Annahme, diese seine privater Natur
- an Eltern, Lehrkräften und Behörden ist die Problematik bis anhin mehrheitlich vorbeigegangen (-> Ratlosigkeit und Überforderung)
Interessant ist es übrigens auch die Kommentare zum Tagesanzeiger-Artikel und auch zum korrespondierenden Artikel des PC-Tipps zu lesen.
Eindrücklich hat im Juni 2008 Radio Switch iPodcast die «Das Netlog-Phänomen» vorgestellt:
ict-in-der-schule & medienkompetenz Thomas am 24. 08. 2008
Das soziale Internet (SchoolNetGuide Nr. 11)
Vor wenigen Tagen ist bei mir der neue SchoolNetGuide der Swisscom eingetroffen. Die neue Broschüre beschäftigt sich mit dem «sozialen Internet. Momentan kann die Broschüre erst als Papierausgabe bestellt werden, ich nehme aber an, dass wie üblich bald auch eine PDF-Version zum Download bereitstehen wird.
Links zu den SchoolNetGuides:
http://www.schoolnetguide.ch/
http://www.swisscom.com/
In seinem Grusswort beschreibt der Zentralpräsidenten der Lehrerinnen und Lehrer Schweiz kurz, dass soziale Netzwerke für die Kinder und Jugendlichen sowohl positives Potenzial für die eigene Entwicklung, als auch Gefahren mit sich bringen. Zu letzterem nennt er zum Beispiel das Publizieren von (eigenen) unvorteilhaften Selbstdarstellungen, die zum Beispiel bei der Stellensuche zum Problem werden können.
Wie auch immer: In den Schulen sind wir gefordert, den Qualiäten der sogenannten Net Generation mit partizipativen Lernmodellen zu begegnen […] (Zemp im Grusswort)
Die sogenannte Net Generation wird im ersten Kapitel als Grundlage für die Broschüre erläutert. Die Frage, was die Net Generation ausmacht, wird kurz mit Mitteilsamkeit, Partizipation und Interaktivität beantwortet. Genauer:
- nicht nur Konsumenten, sondern Content Creators
- gestalten aktiv Inhalte im Internet (und entwickeln es dadurch weiter)
- Online-Zeit wird gebraucht für Bloggen, Tauschen und Erstellen von Musik, Kunst und Videos
- nutzen Internet zum Lesen, Durchforsten und Überprüfen von Inhalten, sowie zum Austausch mit anderen
Im weiteren werden zur Beschreibung der Net Generation die Aussagen von Don Tapscott beigezogen:
Sie [die Jugendlich der Net Generation] seien besonders tolerant gegenüber ethnischen Minderheiten , verfügten über eine speziell ausgeprägte Neugierde, entwickelten mehr Selbstbewusstsein, seien selbständiger und hätten mehr Mut zum Widerspruch. (SNG S.6)
Erfreulicherweise kommen aber auch bereits kritische bzw. hinterfragende Informationen zum Zuge. So wird auf das Papier von Rolf Schulmeister «Gibt es eine “Net Generation?» bezug genommen. Er hinterfragt darin den Mythos der Netzgeneration bzw. dessen wissenschaftlich Fundierung. In der Blogosphäre gibt es übrigens dazu hier, hier, hier, hier und anderswo Kommentare zu Schulmeisters Dokument. Ich schliesse mich den Kommentaren an und empfinde Schulmeisters Papier sehr lesenswert.
Im zweiten Teil des SchoolNetGuides werden dann viele verschiedenartige soziale Netzwerke kurz vorgestellt. Danach werden Chancen und Risiken von sozialen Netzwerken aufgezeigt und zu guter Letzt noch Tipps für Eltern und Lehrer/innen abgegeben.
Insgesamt ist die Broschüre gut gelungen und lesenswert für alle Interessierten.
medienkompetenz Thomas am 15. 08. 2008
Broschüre: handy life
Von einem tragbaren Telefon hat es [das Handy] sich zu einem vielseitigen Kommunikationstalent gewandelt, das SMS versendet, Internetzugang bietet, Radio empfängt, Musik abspielt, fotografiert und Videoclips aufzeichnet. Doch um das technische Potenzial auch kreativ nutzen zu können, bedarf es eines gewissen Know-hows. Die vorliegende Broschüre gibt dazu Anregungen, Hinweise und Hilfen: Wie kann ich ein Handylogo entwerfen oder einen Klingelton selber machen? Wie lässt sich ein Videoclip auf dem Handy aufnehmen und am PC mit Effekten und Sound versehen? Die Handybroschüre ist ein Leitfaden für alle, die mit dem Handy eigene Medieninhalte erstellen möchten. (aus dem Vorwort der Broschüre)
Die Broschüre kann von der netzcheckers-Website heruntergeladen werden:
http://www.netzcheckers.de/page_244.html
medienkompetenz & tools Thomas am 11. 08. 2008
Filmen lernen (Videoguide)
Das Schweizer Fernsehen hat einen sehr ausführlichen und interaktiven Videoguide mit dem Titel «Videoguide – Lernen Sie filmen!» publiziert. Ich habe einen grossen Teil des Guides förmlich verschlungen. Toll gemacht und für alle Hobby-Videofilmer einen Blick wert.
Der Videoguide bzw. dessen Moderatorin führt einem kurzweilig durch 10 interessante Module. Die Module sind dabei in Themen gegliedert und werden stets in Videoform dargeboten. Das ganze Angebot hat sowohl einen sequentiellen also auch einen logischen Aufbau.
- Sequentielle Gliederung
Mit Weiter-/Zurück-Pfeilen kann man sich schrittweise vor- und zurückbewegen. Das ist für alle, die noch wenig wissen oder nichts verpassen möchten, sehr hilfreich. - Logische Gliederung
Dank des ausführlichen Inhaltsverzeichnisses (genannt Navigation) kann jedes Thema direkt angesprungen werden. So ist es möglich, nur die Teile anzuschauen, die man wirklich braucht.
Der Guide beschränkt sich aber nicht auf die (schweizerdeutschen) Ausführungen der Moderatorin. Experten führen die Themen (oft anhand von konkreten Beispielen in die Tiefe. Zudem gibt es bei vielen Themen umfangreiche PDF-Dokumente, in welchen die Infos noch einmal drucktauglich dargeboten werden.
Jedes Modul schliesst zudem mit einer Lernaufgabe des sogenannte Coaches. Sie animiert einem, das Gelernte auch noch praktisch umzusezten und zu üben. Die Aufgaben sind immer auch schriftlich vorhanden.
Die Module sind folgende:
- Einführung
- Filmen Grundlagen
- 5-Shot-Coverage
- Geschichten erzählen
- Schnitt
- Kamerabewegung
- Ton
- Licht
- Tele oder Weitwinkel
- Videogalerie
Dem Schweizer Fernsehen ist mit diesem Guide wirklich ein toller Wurf gelungen.
via educa.ch
medienkompetenz Thomas am 10. 08. 2008
Was Wackelpudding mit Medienkompetenz zu tun hat
Im Rahmen der Vorlesung «Mediendidaktik» (Dept. Wirtschaftspädagogik) an der Uni Paderborn ist ein Video zum Medienkompetenz-Begriff von Dieter Baacke entstanden. Das Video thematisiert «den didaktischen Wert eines Wikis in Bezug auf Medienkompetenz» (aus Video-Intro).
Der Wackelpudding spielt im Video natürlich auch eine Rolle:
(Quelle: http://www.podcampus.de/node/1232)
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Der Beitrag hat übrigens in der Kategorie «Podcast» den «Rapid Learning Award» gewonnen.
Der „Rapid Learning Award“ würdigt seit dem Jahr 2005 Organisationen, die ihre Lerninhalte mit Hilfe eines Rapid Authoring oder Podcasting Tools selbst erzeugen und dabei keine Expertenhilfe in Anspruch nehmen. Eine Fachjury kürt die besten drei Bewerbungen in jeder Kategorie.
(Quelle: http://www.imc-learningworld.com)
MedienKindergarten:


