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MonatsarchivFebruar 2008



Lernen & Mobile & ict-in-der-schule & medienkompetenz Thomas am 17. 02. 2008

Lernen mit Handy & Co in der Schule

In letzter Zeit habe ich vertieft mit Themen zum Einsatz von Mobiles (Handy, PDAs u.a.) im Unterricht auseinandergesetzt. Im Zentrum stand immer die Frage, wie und wozu denn Handy & Co im Unterricht sinnvoll und gewinnbringend eingesetzt werden könnten.

Fakt ist folgendes Ergebnis aus der JIM-Studie 2007:

Mit einer Besitzrate von 94 Prozent unter den 12- bis 19-Jährigen ist das Handy das am weitesten verbreitete Medium bei Jugendlichen und aus der heutigen Jugendkultur nicht mehr wegzudenken.

Handies sind für Jugendliche zum persönlichen Begleiter geworden. SMS/MMS sind eine Selbstverständlichkeit und die meisten Handies verfügen über die Möglichkeit im Internet zu surfen.

Die Initiative secure-it.nrw hat neu die Broschüre «Handy & Co, Lernen über mobile Anwendungen» (für Grundschule und Sek I) zum Download bereitgestellt. Die Begründung für den Einsatz von mobilen Medien im Unterricht scheint mir zentral:

Broschüre Handy & CoEine Entwicklung mit Folgen, denn so positiv die Technik einerseits genutzt werden kann, so erschreckend sind auf der anderen Seite die potenziellen Gefahren, die damit verbunden sind. Als Beispiel seien Videoclips mit pornographischen Inhalten oder Gewaltdarstellungen genannt, die von Websites heruntergeladen oder als „Happy Slapping“-Kurzfilme selbst erstellt werden. Immer wieder werden diese auf Schulhöfen oder während des Unterrichts von Handy zu Handy weiter verbreitet. Diese Tatsache – in Kombination mit den Nutzungsgewohnheiten der Schülerinnen und Schüler – erfordert pädagogisches Handeln im Sinne einer reflexiven Medienkompetenz.

Im Zentrum der Bemühungen stehen in der Schule folglich medienerzieherische bzw. medienbildnerische Anliegen. Schüler/innen sollen medienkompetente Menschen werden.

Allerdings dürfen m.E. fachdidaktische bzw. mediendidaktische Anliegen nicht vernachlässigt werden. Das Handy sollte zum jetzigen Zeitpunkt aus meiner Sicht nicht nur Unterrichtsinhalt, sondern auch Lernwerkzeug sein. Der Grund dafür ist eigentlich einfach, bedarf aber der nachfolgenden Erklärung:

Die Medienbildung in der Schule fristet nach wie vor ein Schattendasein. Lehrer/innen meinen, dafür nicht auch noch Zeit zu haben, neben all den anderen wichtigen Unterrichtsinhalten wie Deutsch, Fremdsprachen, Mathe u.s.w. Das Ziel für sie ist schliesslich, dass die Schüler/innen fehlerfrei lesen, schreiben, rechnen lernen. Medienbildung ist aus ihrer Sicht auch deshalb nicht so wichtig, weil ja sowieso alle Schüler/innen über ein Handy und über ausgeprägte Internet-Erfahrungen verfügen. Mobiles in der Schule sind schlicht überflüssig.
Was aber, wenn Handy & Co als Werkzeug zum (besseren, anderen) Lernen von bestehenden Unterrichtsinhalten in den bereits erwähnten Fachbereichen eingesetzt werden könnten? Dann geht ja keine Unterrichtszeit verloren, weil man ja die Inhalte ohnehin erarbeiten muss. Für Lehrer/innen ist das durchaus ein möglicher Grund, die Geräte einzusetzen. Mit Mobiles können z.B. Fremdwörter auswendig gelernt oder Versuche in Physik dokumentiert werden. Es können kreative Produkte entstehen und es kann kommuniziert werden. Der Mehrwert für das eigentliche Fachlernen ist in diesen Fällen vielleicht winzig klein. Für die Anliegen der Medienbildung kann dieser Einsatz aber bereits sehr wichtig sein. Wenn die Geräte schon mal da sind, kann man sich ja auch mit ihnen auseinandersetzen. Mediendidaktik als Hintertürchen zur Medienbildung.

Fazit meiner Überlegungen zu Mobiles im Unterricht:
Lehrer/innen sind diejenigen Personen, die neue Medien wie Handy & Co in ihren Unterricht integrieren. Der tatsächliche Einsatz hängt von ihrer Akzeptanz und ihrer Bereitschaft ab. Lehrpläne und Lehrmittel bilden eine wichtige Grundlage für den Einsatz und die Thematisierung von Medien im Unterricht. Jeder Medieneinsatz im Unterricht sollte aus meiner Sicht zwingend fachdidaktische Ziele in bestehenden Fachbereichen verfolgen. Durch dieses mediendidaktische Hintertürchen wird es vielleicht möglich, medienerzieherische bzw. medienbildnerische Anliegen besser zu etablieren.

Ach ja:
Ein paar URLs zum Lernen mit Handy & Co in der Schule habe ich in meiner Linksammlung festgehalten.

tools Thomas am 02. 02. 2008

Web-Videos speichern

Es gibt eine Vielzahl an Videoportalen, die eine Unmenge von Videos enthalten. Manchmal ist es nötig, einen Film für eine Vorführung zu speichern. Das ist z.B. dann der Fall, wenn am Vorführort gar kein Internetzugang oder nur eine ungeügende Bandbreite vorhanden ist, was an Schulen schnell einmal der Fall sein kann.

Grundsätzlich sehe ich zwei Möglichkeiten Videos aus einem der bekannten Portale auf dem eigenen Computer zu speichern und später abzuspielen. Wobei ich davon ausgehe, dass das Speichern und Konvertieren ohne kostenpflichtige Software auskommen soll:

Online-Konvertierungsdienste

iDesktop.tvMit iDesktop.tv lassen sich Youtube-Videos in verschiedenen Formaten herunterladen. Formate: «avi, mp4 (ipod), mov, 3gp and 3gp2 (mobile), wmv, flv, exe (built in standalone player)». Die Grösse der Videos ist bei 4:3 allerdings auf 320×240px beschränkt.

Filsh.netAuch Filsh.net bietet einen Download-Service an. Im Gegensatz zum vorher vorgestellten Dienst steht aber der Download von vielen Videoplattformen zur Verfügung: Youtube, MyVideo, Sevenload, Clipfish sind nur einige davon. Bei Flish.net kann neben dem Ausgabeformat auch die Video- und die Audio-Bitrate eingestellt werden. Die Ausgabegrösse ist aber auch hier beschränkt.
Bei Filsh.net können auch lokale Files hochgeladen und online konvertiert werden. Ein weiterer Vorteil gegenüber iDesktop.tv. Etwas verwirrend ist die während dem Konvertierungsvorgang eingeblendete Werbung.

Zamzar ist vergleichbar mit dem obenstehenden Dienst. Auch hier können Files direkt von einer Videoplattform im Format der Wahl heruntergeladen werden. Es können aber auch eigene Files hochgeladen und online konvertiert werden.

Mit Keepvid.com kann man auf einfache Art und Weise die Original-Videodateien (Flash-Video flv) von vielen verschiedenen Videoplattformen herunterladen. Abspielen lassen sich flv-Dateien mit dem VLC Media Mediaplayer (Windows/Mac). Falls man den nicht hat, kann man die Datei auch konvertieren (siehe unten).

2Video.de funktioniert wie Keepvid.com unterstützt als deutsche Seite aber auch deutsche Plattformen wie Clipfish.de und Sevenload.com.

Ein Online-Dienst zum Konvertieren von Dateien ist Media-Convert.net. Es lassen sich hier nicht nur Videodateien, sondern auch eine Vielzahl anderer Dateitypen umwandeln. Zudem gibt es bei jedem Typ spezifische Einstellmöglichkeiten. Die Originaldateien werden entweder hochgeladen oder mittels URL angegeben.
Media-Convert.net funktioniert wirklich sehr gut, ist aber unglaublich zugekleistert mit Werbung. Es fällt mindestens bei den ersten Besuchen schwer, sich zu orientieren.

Konvertierungssoftware (Freeware)

Mit iSquint lassen sich auf dem Mac die vorher heruntergeladenen flv-Dateien (und andere Formate) in mp4-Dateien konvertieren.

SUPER ist eine Software für Windows, die die Konvertierung von Videoformaten ermöglicht. Dabei sind eine ganze Menge Ein- und Ausgabeformate möglich. (Ich bin selber noch nicht dazu gekommen, das Tool zu testen, es scheint aber ganz gut zu sein.)

Die besten Erfahrungen in Sachen Qualität habe durch herunterladen der Flash-Videodatei flv und dem anschliessenden Konvertieren mit iSquint gemacht.

Noch keine Lösung habe ich für gestreamte Realplayer-Videos (.rm). Wie kann ich diese auf meinem Computer speichern?