MonatsarchivJanuar 2008
eLearning & ict-in-der-schule Thomas am 29. 01. 2008
7 Mythen zu ICT in der Schule
In Dillingen fand letzte Woche eine Tagung mit dem Titel «Netzwerkbildung und Wissensteilung: Schule als Learning Community». Alle Vorträge können hier mit den zugehörigen Foliensätzen heruntergeladen werden. Toll, so kann ich auch (ein wenig) teilnehmen, obwohl ich gar nicht vor Ort war.
Ich habe mir den von Beat Döbeli Honegger angesehen: «Ubiquitous eLearning: Lernen in Zeiten allgegenwärtiger Informations- und Kommunikationstechnologie». Die 890MB grosse Datei für etwas mehr als eine Stunde Film (inkl. Frage-/Diskussionsrunde) habe ich mir gegönnt. Für alle, die den Download noch nicht gestartet haben, hat Beat Döbeli Honegger das Video (in der Zwischenzeit) auch in kleinerer Version publiziert (49MB, siehe unten).
Der Vortrag hat mir sehr gut gefallen. Beat Döbeli Honegger schafft es (einmal mehr) auf unterhaltsame Art und Weise die Situation von ICT in der Schule zu beschreiben. Ich möchte an dieser Stelle nur kurz die von ihm benannten 7 Mythen auflisten:
- Die technische Entwicklung ist weitgehend vorüber.
- ICT = Word, Excel, Powerpoint, E-Mail, WWW
- Die Schul-ICT-Infrastruktur ist ideal.
- Die Lehrerschaft kanns.
- Die jungen könnens.
- Anwendungswissen reicht.
- Anwendungswissen und Medienkompetenz reicht.
Es lohnt sich sehr, die Ausführungen dazu anzuhören bzw. anzuschauen. Im ersten Teil wird man übrigens mit mobilem Lernen nach Döbeli konfrontiert. Hier das Video:
Links:
- Tagungsblog mit Links zu Videos und Foliensätze.
- Website Döbeli Honegger mit Foliensatz (inkl. Sprechtext) und Video
Bei Gelegenheit schaue ich mir auch noch einige andere Vorträge der Tagung an, die ebenfalls vielversprechend tönen.
Mobile & ict-in-der-schule & medienkompetenz Thomas am 27. 01. 2008
Handy… und wann klingelt´s bei dir?
«Handy… und wann klingelt´s bei dir?» ist ein Projekt von praxis-umweltbildung.de.
Das Projekt Handy… und wann klingelt’s bei dir?! regt Jugendliche an, ihren persönlichen Handygebrauch zu reflektieren und kritisch zu hinterfragen. Kreativ und selbständig erarbeiten sich die Jugendlichen eigene Handlungsalternativen in ihrem täglichen Umgang mit dem Handy.
Das Projekt richtet sich an 12-15-Jährige in Schulen, Vereinen u.a. Es werden Materialien zu mehreren Workshops angeboten: Kommunikation, Recycling, Status, Strahlung, Sucht, Technik. Die ansprechenden Materialien (Arbeitsaufträge, Kopiervorlagen, Informationen u.a.) sind sehr umfangreich und können in der Schule auch nur auszugsweise eingesetzt werden.
Unter der Adresse www.handy-trendy.de werden Arbeits-Ergebnisse zu den Workshops von Jugendlichen präsentiert. Daneben gibt es eine interessante Linkliste.
Sehenswert ist auch die Liste mit Medien & Links.
(via netzlernen.ch)
ict-in-der-schule & medienkompetenz Thomas am 20. 01. 2008
Think before you post
«Think before you post» ist eine Kampagne von CyberTipline (National Center for Missing & Exploited Children, USA). Sie macht Kinder und Jugendliche darauf aufmerksam, dass sie beim Publizieren von persönlichen Informationen, z.B. in Blogs und Sharing-Diensten vorsichtig sein müssen.
- Use webcams or post photos online only with your parents’ and guardians’ knowledge and supervision.
- Ask yourself if you would be embarrassed if your friends or family saw the pictures or video you post online. If the answer is yes, then you need to stop.
- Be aware of what is in the camera’s field of vision and remember to turn the camera off when it is not in use.
- Be careful about posting identity-revealing or sexually provocative photos. Don’t post photos of others — even your friends — without permission from your friends’ parents or guardians. Remember – once such images are posted you give up control of them and you can never get them back.
Damit, also mit dem erhobenen Zeigefinger, sind Kinder und Jugendliche aber wohl kaum abzuholen. Eindrücklicher sind da schon die beiden Filme aus der Kampagne:
Die beiden Filme gibts auch bei youtube (hier und hier) und bei sevenload (hier und hier). Leider habe ich nirgends eine deutsch synchronisierte oder deutsch untertitelte Version gefunden.
ict-in-der-schule & medienkompetenz Thomas am 16. 01. 2008
JAM! Jugendliche als Medienforscher
JAM! ist ein Themen- und Methodenbaukasten für Schulprojekte zum Thema Medienforschung. JAM! verbindet Medienbildung mit der Idee des forschenden Lernens und bietet Lehrenden und Lernenden eine Basis, eigene medienbezogene Fragestellungen in überschaubaren Forschungsprojekten umzusetzen.
Mit vereinfachten wissenschaftlichen Methoden beobachten die Schüler(innen) ihr eigenes Medienhandeln oder sie analysieren das Mediennutzungsverhalten in ihrem sozialen Umfeld. Die Projekte fördern methodische, fachliche und soziale Kompetenzen und regen dazu an, die eigene Mediennutzung zu reflektieren und einen selbstbewussten Umgang mit Medien zu entwickeln.
Die vier Lernmodule zur
- Erforschung der Fernsehnutzung,
- Analyse von Chats im Internet,
- Beobachtung des Handynutzungsverhaltens,
- Erforschung des Computerspielerlebens
sind das inhaltliche Kernstück von JAM!
Zu jedem der vier Module steht ein Dokument mit dem medienwissenschaftlichen Hintergrund und eines mit einem didaktischen Leitfaden für die Durchführung eines eigenen Projektes in sechs Doppellektionen zum Download bereit. Zum Einsatz kommen vier unterschiedliche empirische Forschungsmethoden. Die Unterlagen sind sehr umfangreich.
Ziel der Umsetzung sind 9. Klassen. Die Fragestellungen können aber auch Lehrer/innen tieferer Klassen dazu animieren, ein eigenes (redimensioniertes) Forschungsprojekt zu einem der Bereiche zu machen. Das kann für alle sehr spannend sein.
Ach ja, die Linkliste zu den vier Modulen ist übrigens auch sehr spannend und auf alle Fälle einen Blick wert.
ict-in-der-schule & medienkompetenz Thomas am 13. 01. 2008
die interaktive zeitungswerkstatt
Die interaktive Zeitungswerkstatt ist eine Website, die die Herstellung einer eigenen Zeitung im Unterricht erlaubt. Die fertigen Seiten können als PDF-Dokument verschickt bzw. ausgedruckt werden. Für das Layout stehen die Seitenspiegel verschiedener bekannter Zeitungen zur Auswahl.
Das Angebot möchte die Lust auf Zeitung wecken und den Spass am Lesen und Schreiben fördern. Die Kinder sollen erfahren, was Zeitungsmachen bedeutet und was Journalismus bewirken kann.
Den kritischen Umgang mit den Angeboten der Medienlandschaft lernen Schüler am besten, wenn sie den Weg einer Information aktiv verfolgen. Deshalb ist das Schreiben eines Beitrages für die Zeitung ein wichtiger Bestandteil des schulischen Medienkundeunterrichtes.
Die handlungsorientierte Auseinandersetzung mit Medien ist für den schulischen Unterricht aus meiner Sicht sehr wichtig. Sie bietet konkrete Anlässe, um über Medien, deren Entstehung, deren Verwendung, deren Wirkung, deren Möglichkeiten und Grenzen u.a.m. zu diskutieren. So kann Medienkunde gelebt werden.
Leider bin ich selber noch nicht dazu gekommen, das Angebot zu testen. Ein Testkonto kann gratis angelegt werden. So wie es scheint, ist das Angebot danach leider nicht kostenlos. Über die geplanten Lizenzkosten ist allerdings auf der Website nichts zu erfahren.
(via Lehrerrundmail)
ict-in-der-schule & medienkompetenz Thomas am 04. 01. 2008
Computermaus.ch
Über Computermaus.ch habe ich bereits hier und hier geschrieben.
Das Ziel des Projekt ist die Medienkompetenz von Kindern (4-8 Jahren) und Jugendlichen (8-12 Jahren) auf lustvolle Weise in den Lernbereichen Information/Kommunikation, Lernen & Üben sowie Kreatives Arbeiten zu fördern. Alle Aufgaben wurden mit Kindern im entsprechenden Alter sowie teilweise mit ganzen Schulklassen erfolgreich erprobt und orientieren sich am ICT-Lehrplan des Kantons St.Gallen. Die Aufgaben können von den Kindern Zuhause oder im Unterricht gelöst werden; eine Begleitung durch Erwachsene ist je nach aufgabe sinnvoll. Nach dem Einsenden des Computermaus-Pass erhalten die Kinder ein Überraschungsgeschenk sowie ein Diplom und nehmen automatisch an einem Wettbewerb teil. (Quelle: bodensee edublog)
Jetzt sind alle Aufgabenblätter zu allen Bereichen verfügbar. Sie (normalerweise) als Worddokument downloadbar. So können sie von den Erwachsenen (z.B. von Lehrer/innen) noch den eigenen Wünschen entsprechend angepasst werden.
tools Thomas am 02. 01. 2008
Screen Sharing und Remote Control
Immer wieder mal würde ich gerne mal am Computer einer Kollegin oder eines Kollegen sitzen, um mir etwas anzuschauen oder etwas zu erklären. Leider ist das nicht immer möglich. Die Wünsche und Problembeschreibungen sind manchmal zu unklar, um sozusagen freihändig weiterhelfen zu können.
In den letzten Tagen habe ich mich daher nach Lösungen umgesehen, die den Zugriff oder zumindest den Einblick auf einen entfernten Computer ermöglichen. Nach und nach hat sich dabei ein Anforderungskatalog entwickelt:
- Screen Sharing, Remote Control
Es muss möglich sein, einen entfernten Computer via Internetverbindung zu steuern oder zumindest dessen Bildschirminhalt zu sehen. - Plattformübergreifend Mac-Windows
Die Steuerung bzw. der Einblick muss plattformübergreifend zwischen Mac und Windows funktionieren. - Gratis
Es soll nur Gratis-Software bzw. Software, die bereits mit dem Betriebssystemen ausgeliefert wird zum Einsatz kommen. - Sicher
Der Sicherheit muss ein angemessener Stellenwert beigemessen werden. Dazu gehört z.B. eine verschlüsselte Verbindung zwischen den Geräten. - Einfach und benutzerfreundlich
Mindestens beim entfernten Computer muss die Installation und Handhabung der Software möglichst einfach sein.
Die folgenden Möglichkeiten erfüllen die Anforderungen mehr oder weniger.
Virtual Network Computing (VNC)
Bei VNC wird der Bildschirm und die Kontrolle des Computers an einen entfernten Computer weitergegeben. Das funktioniert auch über das Internet (TCP/IP). Dazu muss entsprechende Software (Server, Client) installiert werden. Genial!
Ich habe eine Client-Software für den Mac ausprobiert. Sie hat den witzigen Namen Chicken of the VNC. Der Server-Software ist bei Mac OSX bereits ins Betriebssystem integriert. In den Systemeinstellungen kann unter Sharing > Apple Remote Desktop ein Passwort für den VNC-Zugriff definiert werden. Die Client-Software ist einfach zu bedienen. Es funktioniert wunderbar und ich bin begeistert. Murphy hat dazu einen Blogeintrag mit Screencast verfasst.
Allerdings ist diese Lösung m.E. nicht massentauglich. VNC verwendet Port 5900. Was unspektakulär tönt, fordert ein gewisses Mass an technischem Verständnis und Know-how. Wer eine Firewall hat, egal ob Hard- oder Software, muss diesen Port öffnen. Wer hinter einem Router sitzt muss die NAT entsprechend einrichten.
Meines Wissens werden zudem alle Daten unverschlüsselt übermittelt. Schade.
Die folgenden Lösungen umgehen das Port-Problem:
Ausprobiert habe ich auch noch den Gratis-Dienst von LogMeIn (LogMeIn Free für Mac). LogMeIn funktioniert plattformübergreifend. Zunächst muss dazu ein Benutzerkonto bei LogMeIn angelegt werden und auf dem entfernten Computer muss eine Software mit den eigenen Kontodaten installiert werden. Danach kann auf den entfernten Computer zugegriffen werden. Dafür musste ich mich allerdings immer mit dem Adminpasswort meines entfernten Macs anmelden.
Für das Bedienen des entfernten Computers ist nur ein Browser (mit Java) nötig. Funktioniert echt super.
Für meine anfangs beschriebene Absicht ist das nur tauglich, wenn ich die Software selbst auf dem installierten Computer installiert habe und dessen Adminpasswort kenne. Also ein eigenes Gerät
Yuuguu habe ich ebenfalls auf mehreren Macs getestet. Es ist aber plattformübergreifend für Windows und Mac verfügbar. Nachdem man die Client-Software heruntergeladen hat, legt man beim ersten Öffnen ein eigenes Konto an. Wie bei Skype legt man eine Kontaktliste an. Für Personen aus der Kontaktliste kann der eigenen Bildschirminhalt zur Ansicht oder zur Steuerung freigegeben werden. Die Freigaben müssen bewusst bestätigt werden. Das Prinzip von Yuuguu ist toll.
Leider wird die Ansicht des entfernten Computers auf dem Client nur sehr zögerlich angepasst. Das macht das Arbeiten sehr mühsam. Schade!
Es gibt natürlich noch weitere Gratisdienste, die Screen Sharing bzw. Remote Control erlauben. Einen guten Eindruck machen mir noch die folgenden beiden, welche leider nur für Windows zur Verfügung stehen:
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CrossLoop erfordert kein Benutzerkonto. Es muss lediglich die Software für die Verbindung installiert werden. Die Verbindung kann sehr einfach hergestellt werden. Absolut tauglich. Wohl genau das, was ich mir wünsche. Leider nur für Windows.
Auf Youtube gibts eine kleine Videoeinführung.
TeamViewer ist eine ebenfalls eine tolle Software. Einiges umfassender als CrossLoop und für Privatanwender kostenlos. TeamViewer kann Sachen, wie etwa Dateiübertragung, die sonst nur Bezahlprogramme können. Leider nur für Windows.
Weitere Quellen zum sind zahlreich, z.B. hier und hier.
Am liebsten hätte ich, wenn Yuuguu noch etwas zulegen würde in Sachen Performance. Yuuguu dünkt mich für meine geschilderten Bedürfnisse angemessen und im Handling sehr einfach.




