Mobile Tagging für die Lehre?

Immer öfters liest man in letzter Zeit von Mobile Tagging. Dabei handelt es sich um einen 2D-Barcodes, die auf weitere Informationen im Internet verweisen. Statische Codes lassen sich so mit dynamischen, aktuellen Inhalten aus dem Internet versehen. Der Code wird dafür mit einem Mobile (z.B. einem Handy) fotografiert und vom installierten Reader dekodiert. Danach wird man direkt auf die entsprechende Website verwiesen.

Taggingprozess (Quelle Wikipedia)
Bildquelle: Wikipedia

Auf Produkten, Flugblättern, Plakaten u.a. angebrachte Tags verweisen somit immer auf die aktuellsten Infos im Internet. Swiss Post z.B. bringt Tags an Wanderwegweisern an, damit man sofort zum entsprechenden, aktuellen Postautofahrplan gelangt. Cool!

Fragt sich, ob sich diese Technologie auch für die Lehre einsetzen lässt. Martin Hofmann von der PH Rorschach hat mit dem Projekt «Tagging the Historical Rorschach» mit seinen Studentinnen und Studenten bereits Erfahrungen gesammelt. Ein grosses Ziel war bei diesem Projekt die Förderung der Medienkompetenz im Umgang mit dem Handy. Was aber, wenn das Handy an sich nicht Lerninhalt, sondern lediglich Hilfsmittel ist? Welche Vorteile hat (in diesem oder in anderen Szenarien) Mobile Tagging gegenüber einem herkömmlichen Postenlauf mit Papier und Bleistift?

Fazit:
Mobile Tagging ist grundsätzlich eine tolle Sache. Fragen nach dem Sinn von Mobile Tags in der Lehre müssen aber erst noch beantwortet werden: Wie oder wann macht ein Einsatz in der Lehre Sinn? Wann sind aktuelle Informationen mobil (!) gefragt?

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2 Gedanken zu „Mobile Tagging für die Lehre?

  1. Salut Thomas

    Da hast du natürlich recht: Die Frage in welchem Lernsetting der Einsatz von mobile content und Mobiltelefonen im Unterricht Sinn macht, muss noch geklärt werden! Fakt ist allerdings, dass ein grosser Teil der Primarschüler/innen bereits heute über ein eigenes Handy mit Multimedia-Funktionen (Foto, Audio, Video, MMS, SMS, etc.) verfügen, die sich auch im Unterricht nutzbringend einsetzen lässt. Mobiltelefone lassen sich einerseits auch heute schon zur Produktion von eigenen Lerninhalten nutzen, aber eben auch für das Abrufen von Content via 2Bar-Codes mit dem Handy. Ich denke, dass hier dem Mobiltelefon und somit auch dem 2Bar-code künftig eine Schlüsselrolle zukommt. Insbesondere dort, wo es darum geht, vorhandene digitale und multimediale Informationen (Wikipedia, YoutTube etc.) mit realen Objekten bzw. analogen Artefakten zu verknüpfen.

  2. Hallo Martin

    Ich bin absolut einig mit dir, dass im Vordergrund wohl die Verbindung von „realer“ und (multi)medialer Welt steht. Das kann ein echter Mehrwert sein.

    Voraussetzung ist natürlich das Vorhandensein der Geräte bei den Schüler/innen. Es muss also auch sichergestellt werden, dass die Schule denjenigen Schüler/innen, die kein persönliches Gerät haben oder ihr Gerät nicht verwenden möchten (z.B. wegen den anfallenden Kosten), ein Schulgerät zur Verfügung stellt. Hier hat die Schule die Aufgabe die Chancengleichheit zu gewährleisten.

    Toll wäre natürlich, wenn Institutionen, Städte, u.ä. ein Angebot mit Mobiles und Tags machen würden. So wie dies Zürich mit ihren MP3-Spaziergängen macht.

    Übrigens:
    Ich finde es wichtig, dass ihr Settings ausprobiert. Für viele Leute scheint das abgehoben und fern der Realität. Die Zeit bleibt aber nicht stehen und es ist wichtig, Erfahrungen zu sammeln, um abschätzen zu können, was sinnvoll oder eben unsinnig ist.

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