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MonatsarchivNovember 2007



Mobile Thomas am 29. 11. 2007

Local Tagging in Winterthur

Mobile Tagging, das vereinzelt in verschiedenen Städten schon verwendet wird, verknüpft einen bezeichneten Gegenstand in der realen Welt mit Informationen im Internet. Dies geschieht mit Hilfe so genannter mobiler Tags, einer Art druckbarer Codes. Wird ein mobiler Tag mit dem Handy fotografiert, wird das Handy direkt mit dem Internet verbunden, das dann die gewünschten Informationen direkt auf das Display liefert. Die Region Winterthur wartet nun mit einer Weltneuheit auf:
Erstmals wird die AMT-Anwendung Local Tagging verwendet. AMT steht für Augmented Mobile Tagging, also erweitertes Mobile Tagging. Bei dieser Anwendung werden die mobilen Tags zusätzlich geopositioniert. Dank einer globalen Positionsangabe werden für jeden mobilen Tag weitere Informationen zum aktuellen Standort und der Umgebung bezogen und auf dem Handy dargestellt. So erfahren Anwendende zum Beispiel, welche Restaurants, Ämter oder Geschäfte in der Nähe einer Sehenswürdigkeit zu finden sind. (Quelle: Standortförderung Region Winterthur)

Über den Einsatz von Mobile Tagging in der Bildung habe ich mir hier auch schon einmal Gedanken gemacht. Wäre doch super, wenn die SCHU::COM, die Fachstelle, welche die Primarlehrer/innen beim Einsatz von Kommunikationsmitteln im Unterricht unterstützt, daraus ein Angebot für die Schule entwickeln könnte. Ein Postenlauf, den dann alle Klassen nutzen könnten.

ict-in-der-schule Thomas am 27. 11. 2007

Schul-ICT – Wie geht es weiter?

Der Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer LCH hat ein Sonderheft der Zeitschrift Bildung Schweiz zum Thema «Computer und Internet» herausgegeben (PDF-Download Heft 11a/2007). Nachdem diesen Herbst das Programm «PPP-SiN Schule im Netz» ausgelaufen ist, wird die Frage nach der Zukunft der Schul-ICT gestellt. Dabei kommen verschiedene Autoren mit ihren Forderungen zu Wort. Konsens ist, noch viel getan werden muss, bis der Einsatz von ICT im Unterricht selbstverständlich wird.

Der LCH gibt Empfehlungen für vier Bereiche ab, die besonders gepflegt werden sollen (vgl. S. 9):

  • Aus- und Weiterbildung der Lehrer/innen
  • Content (Bibliothek von elektronischen Lern- und Lehrressourcen)
  • Infrastruktur (erhalten und erneuern)
  • Professioneller Support (technisch und pädagogisch)

Die dazugehörigen Ausführungen kann ich nur bestärken.

Zentral finde ich persönlich, in Zukunft nicht mehr nur bei den Lehrer/innen als Einzelpersonen anzusetzen. Vielmehr muss der Fokus auf ganze Schulen gerichtet werden. Je länger, je mehr gelange ich zur Überzeugung, dass nur ganze Schulhausteams die Anforderungen und Veränderungen in Bezug auf die sogenannt «neuen Medien» befriedigend bewältigen können.

Neue Medien werden vor allem in Schulen eingesetzt, die sich als ganzes Team für eine intensive Nutzung entscheiden und damit bestimmte Visionen verbinden. (S. 8 )

Nach der ersten Phase von Euphorie und/oder Ernüchterung sind jetzt praxistaugliche Konzepte für ganze Schulen gefordert. Diese sollten sich mal grundsätzliche Gedanken machen, welchen Stellenwert Medien in ihrem Leitbild und in ihren Schulprogrammen haben sollen. Schliesslich soll der Weg, der erst gerade unter die Füsse genommen wurde, konsequent weitergegangen werden.

ict-in-der-schule & medienkompetenz Thomas am 22. 11. 2007

Bilder, die lügen (oder: Glaube nicht, was du siehst!)

Wir leben in einer Welt der Bilder. Bilder – insbesondere Fotografien und Filme – sind in unserem Alltag allgegenwärtig und prägen unsere Wahrnehmung. Umso erstaunlicher ist unser Umgang mit dieser Bilderflut. Texte kritisch zu lesen und deren Wahrheitsgehalt und Absicht zu hinterfragen, sind wir uns gewohnt. Bilder hingegen akzeptieren wir oft ohne zu zögern als wahres Abbild der Realität. (Quelle: Museum für Kommunikation, Bern)

Medienerziehung zielt auf einen reflektierten Umgang mit Medien. In der Schule wird auf einen kritischen Umgang mit Texten Wert gelegt. Natürlich auch im Zusammenhang mit den Textquellen aus dem Internet. Bei Bildern (Film und Foto) hat sich diese Haltung noch nicht so sehr durchgesetzt.

Es stellt sich denn auch die Frage, wie diese Thematik im Unterricht konkret thematisiert werden soll:

Bei der Textarbeit kommen dafür z.B. Lügengeschichten zum Einsatz. Dabei handelt es sich um vermeintliche Zeitungsartikel u.ä., die bewusst mit Lügen versehen sind. Die Kinder und Jugendlichen sollen diese durch kritisches Lesen finden. Es können natürlich auch eigenen Lügengeschichten erfunden werden.

Auch mit Bildern kann man sich in der Schule kritisch auseinandersetzen. Manipulierte Bilder können mit Originalen verglichen werden. Dabei stehen die Wirkung des Bildes und die Motivation des Herstellers im Zentrum der Diskussion: Was löst das Betrachten des Bildes aus? Wie und weshalb wurde es verändert? Welche Interessen stehen hinter der Manipulation? Daneben lassen es die heutigen Computerprogramme zu, bereits mit Primarschulkindern eigene Bilder zu verändern.

Durch das Observatorium der PHZH bin ich auf eine Ausstellung des Museums für Kommunikation in Bern aufmerksam geworden. Die Wechselausstellung «Bilder, die Lügen» bietet Materialien, Führungen und Workshops für Schulen (ab Sek I) an:

Weitere Ideen und Bildquellen zum Thema:

tools Thomas am 20. 11. 2007

Mindmaps online (kooperieren und publizieren)

Im WWW gibt es einige Dienste, um gemeinsam Mindmaps herzustellen. Dazu gehören z.B. folgende Gratis-Dienste:

Falls jemand die Mindmap nicht kooperativ nutzen möchte, sondern einfach eine eigene Map publizieren will, kann er/sie das mit Freemind machen. Freemind bietet nämlich entsprechende Exportfunktionen. Die Map kann nach dem Export im Browser angeschaut werden (Java oder Flash) und zu diesem Zweck auf dem eigenen Serverplatz publiziert werden.

Wer über keinen eigenen Serverplatz verfügt, kann für die Publikation von Freemind-Maps auf FreeMindShare zurückgreifen. Nachdem die Freemind-Datei .mm hochgeladen wurde, kann die Map online betrachtet werden.
Beispiel einer öffentlichen Map zu «Getting Things Done (GTD)”:
http://freemindshare.com/map/ceglyz45RU/

Mobile Thomas am 16. 11. 2007

Mobile Tagging für die Lehre?

Immer öfters liest man in letzter Zeit von Mobile Tagging. Dabei handelt es sich um einen 2D-Barcodes, die auf weitere Informationen im Internet verweisen. Statische Codes lassen sich so mit dynamischen, aktuellen Inhalten aus dem Internet versehen. Der Code wird dafür mit einem Mobile (z.B. einem Handy) fotografiert und vom installierten Reader dekodiert. Danach wird man direkt auf die entsprechende Website verwiesen.

Taggingprozess (Quelle Wikipedia)
Bildquelle: Wikipedia

Auf Produkten, Flugblättern, Plakaten u.a. angebrachte Tags verweisen somit immer auf die aktuellsten Infos im Internet. Swiss Post z.B. bringt Tags an Wanderwegweisern an, damit man sofort zum entsprechenden, aktuellen Postautofahrplan gelangt. Cool!

Fragt sich, ob sich diese Technologie auch für die Lehre einsetzen lässt. Martin Hofmann von der PH Rorschach hat mit dem Projekt «Tagging the Historical Rorschach» mit seinen Studentinnen und Studenten bereits Erfahrungen gesammelt. Ein grosses Ziel war bei diesem Projekt die Förderung der Medienkompetenz im Umgang mit dem Handy. Was aber, wenn das Handy an sich nicht Lerninhalt, sondern lediglich Hilfsmittel ist? Welche Vorteile hat (in diesem oder in anderen Szenarien) Mobile Tagging gegenüber einem herkömmlichen Postenlauf mit Papier und Bleistift?

Fazit:
Mobile Tagging ist grundsätzlich eine tolle Sache. Fragen nach dem Sinn von Mobile Tags in der Lehre müssen aber erst noch beantwortet werden: Wie oder wann macht ein Einsatz in der Lehre Sinn? Wann sind aktuelle Informationen mobil (!) gefragt?

Querbeet Thomas am 14. 11. 2007

Die Maus erklärt

Ich liebe die Sendung mit der Maus. Na ja, zumindest die Sachgeschichten, in denen erklärt wird, wie Gummibärchen oder Farbstifte hergestellt werden, wie das Klo einer Weltraumstation funktioniert oder wie die Löcher in den Käse kommen. Alles sehr einfach und einleuchtend erklärt.

Die Maus erklärt zum Beispiel die Funktionsweise des Internets. Wetten, dass die Erklärungen und Bilder besser haften bleiben beim Laien als ein kompliziertes Skript.

Hast du dich auch schon gefragt, wer bei einem Anruf auf mein Handy weiss, wo ich mich aufhalte? Wie ist es möglich, dass ich jemanden anrufen kann, von dem ich selber gar nicht weiss, wo er/sie ist? Die Maus erklärts:

Ach ja, die Löcher im Käse sind übrigens «Bakterienfürze» :-)