MonatsarchivSeptember 2007
eLearning Thomas am 29. 09. 2007
eXe: eLearning XHTML Editor

eXe ist ein Opensource-CMS für Win/Mac/Linux, das auf die einfache Herstellung und Publikation von eLearning-Content ausgerichtet ist.
Zu jeder der Seiten in der Hierarchie können verschiedene Blöcke (sog. iDivices) hinzugefügt werden. Dazu gehören Bilder, Text, div. Aufgabenformen (Multiple Choice, Richtig-Falsch-Fragen, Lesetext mit Fragestellung, Lückentext, Reflexion, u.a.m.) eingefügt werden. Zudem können auch Java Applets, Youtube-Videos, RSS-Feeds, Wikipedia-Artikel oder ganze Websits eingebunden werden.
Die erstellte Website kann in einem definierten Ordner erstellt werden, um von dort auf einen Webserver hochgeladen zu werden. Unterstützt wird auch der SCORM-Standard.
Das Programm ist gratis und kommt auch in deutsch daher.
Weitere Infos:
- Site der Entwickler aus Auckland
- Einführung & Übersicht auf deutsch
(Diese Site wurde mit eXe erstellt und gibt daher auch einen Eindruck zu den Ergebnissen, die eXe liefert.) - Kurze Einführung auf Youtube
gefunden bei edublog.ch
Mobile Thomas am 28. 09. 2007
Broschüre «Gewalt auf Handys»
Die Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Landesstelle Nordrhein-Westfalen e. V. (AJS NRW) hat eine Broschüre namens «Gewalt auf Handys» verfasst. Diese Broschüre ist neu auch online verfügbar.
Auf vielen Seiten wird beschrieben, was in Deutschland alles gesetzlich Verboten ist (Gewalt/Pornographie aufzeichnen bzw. weitersenden, Intimsphäre anderer verletzen, u.a.m.). Zudem gibt es die Kapitel «Was können Eltern tun?» und «Was können Schulen tun?».
Download der Broschüre «Gewalt auf Handys» (pdf)
(via klicksafe.de)
ict-in-der-schule Thomas am 25. 09. 2007
Computer und Internet in Schweizer Schulen
Bestandsaufnahme und Entwicklung von 2001 bis 2007
Die Untersuchung hatte das Ziel, den Stand und die Entwicklung der ICT-Integration in Schweizer Schulen der Primarstufe und den Sekundarstufen I und II zu messen. Berücksichtigt wurde hier der Zeitraum der Initiative PPP-SiN, also die Jahre zwischen 2001/02 und 2007.
Quelle: www.educa.ch
Aus der Zusammenfassung der Ergebnisse der Studie:
Wie sich aus den Ergebnissen erkennen lässt, stellt das Vorhandensein einer guten ICT- Infrastruktur eine notwendige, jedoch keinesfalls ausreichende Bedingung für eine sinnvolle ICT-Integration in Schulen dar. Die Kenntnisse und Fähigkeiten der Lehrpersonen zum Einsatz der neuen Möglichkeiten sind jedoch nach wie vor verbesserungsfähig. Auch Interesse und Motivation, die neuen Möglichkeiten im Unterricht zu nutzen, sind angesichts knapper zeitlicher Ressourcen bei den Lehrpersonen erst wenig ausgeprägt. ICT werden im Unterricht nach wie vor erst von einer Minderheit regelmässig genutzt, obwohl eine grosse Mehrheit der Lehrerinnen und Lehrern allgemein von der Wichtigkeit von ICT in Schule und Gesellschaft überzeugt ist.
Quelle: www.educa.ch (PDF)
Die Ergebnisse der Studie untermauern grösstenteils meine eigenen Erfahrungen bei der Beratung von Lehrer/innen der Primarschule. Allerdings schätze ich das Interesse und die Motivation von Lehrer/innen in meinem Umfeld, ICT im Unterricht einzusetzen, höher ein als die Studie das aufzeigt.
Die knappen zeitlichen Ressourcen sind tatsächlich ein Hinderungsgrund ICT einzusetzen. Diese knappen Ressourcen möchte ich differenziert betrachten:
- Unterrichtszeit ist knapp (oder doch nicht?)
Lehrer/innen äussern manchmal, dass sie im Unterricht nicht auch noch Zeit hätten mit ICT zu arbeiten. Es gehe dabei wertvolle Unterrichtszeit verloren. Schliesslich sei die Zeit für alle anderen Inhalte bereits knapp bemessen.
Dabei geht es aber aus meiner Sicht nicht primär um den Mangel an Unterrichtszeit. Vielmehr können die Lehrer/innen die Potenziale von ICT in ihrem Unterricht nicht erkennen. Dadurch gelingt es ihnen nicht, ICT bei bestehenden Themen einzusetzen. Es werden zusätzliche, oft zeitintensive ICT-Projekte in Angriff genommen, um auch diesem Bereich einigermassen gerecht zu werden. Das belastet das Zeitbudget dann tatsächlich. - Vorbereitungszeit ist knapp
Die Vorbereitungszeit für Lektionen mit ICT-Einsatz ist grösser als für herkömmliche Lektionen. Das sagen gemäss Studie 50% der Lehrer/innen. Zudem ist die zeitliche Belastung ausserhalb der Unterrichtszeit durch Sitzungen, Kommissionsarbeit, Administrativarbeiten, Gespräche mit Eltern, Therapeuten, Psychologen und anderem mehr für Lehrer/innen gross.
Eine Konsequenz in diesem Konflikt ist es, als Lehrer/in auf die Vorbereitung und den Einsatz von ICT zu verzichten.
eLearning & tools Thomas am 23. 09. 2007
Google: Text, Tabellen & Präsentation
Googles «Text & Tabellen» wurde durch eine Oberfläche für die Erstellung von Präsentationen erweitert. Es können neue Präsentationen angelegt und ähnlich wie in PowerPoint & Co mit vorgegebenen Themen bzw. Motiven versehen werden.
Es ist auch möglich, bereits bestehende PowerPoint-Präsentationen hochzuladen (max. 10MB). Der Import funktioniert recht gut und abgesehen von den Schriften sehen die Präsentationen online ziemlich gleich aus wie die Originale. Entgegen den Möglichkeiten bei den Word-Dokumenten und bei Excel-Tabellen kann aber eine Präsentation nicht als PPT gespeichert werden.

Die Präsentationsumgebung bietet dieselben Möglichkeiten für die Online-Zusammenarbeit wie «Text & Tabellen». Dokumente können z.B. gemeinsam bearbeitet oder zur Ansicht freigegeben werden.
Für letzteres wird die Präsentation direkt als DHTML im Browser abgespielt. Um solche DHTML-Präsentationen auch Offline benutzen, können sie als ZIP-Archiv heruntergeladen werden. (Bei meinen Tests wurden allerdings nur fehlerhafte ZIP-Dokumente produziert, die nicht entpackt werden konnten.)
Betrachtet man eine Online-Präsentation als angemeldeter Google-Benutzer, wird auch gleich ein Text-Chat-Fenster angezeigt. Es ist dann möglich, mit anderen Teilnehmer/innen zu plaudern.
Die Google-Apps sind nach wie vor beeindruckend. Die Präsentations-Umgebung ist sehr gut geeignet für die gemeinsame Erarbeitung einer Präsentation. Auch das Abspielen der Präsentation funktioniert problemlos und zuverlässig.
Im Zentrum steht bei der Erstellung von Präsentationen der Inhalt. Wer gerne aufwändige Grafiken hat, animierte Folien einsetzt (z.B. bei Aufzählungen), Medien integriert (Audio/Video) oder ausgeflippte Folienübergänge verwendet, bleibt lieber seinem Offline-Programm treu.
Lernen & Mobile & Wissensmanagement & eLearning Thomas am 22. 09. 2007
Mindmapping online
Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Tools online zur Erstellung von Mindmaps:
Matthias Rückel von www.realtime-collaboration.de hat eine kleine Liste der Angebote verfasst:
ict-in-der-schule & medienkompetenz Thomas am 08. 09. 2007
Das Internet-Seepferdchen “ED”
Das Internet-Seepferdchen „Ed” ist ein medienpädagogisches Angebot für Lehrerinnen und Lehrer zur Förderung der Internetkompetenz von Schülerinnen und Schülern an Grundschulen.
Angeboten werden Informationen für Lehrer/innen und Unterrichtsmaterial. Folgende Basiskompetenzen im Umgang mit dem Internet sollen Schritt für Schritt erlernt werden:
- Internetadressen in zielgerichteten Sinn- und Sachzusammenhängen aufrufen.
- Bilder und Texte aus dem Internet auswählen, herunterladen und weiterverarbeiten.
- Mit der geeigneten Suchmaschine den richtigen Weg zur gesuchten Information finden.
- Eine eigene E-Mail-Adresse einrichten, E-Mails empfangen, verfassen und absenden.
- Wichtige Sicherheitsregeln beachten.
- Umgangsformen im Internet („Netiquette”) kennen lernen und anwende.
Erreichbar ist das Angebot unter folgender Adresse:
http://www.partner-fuer-schule.nrw.de/e-pferdchen/
Übrigens nicht zu verwechseln mit einer älteren Initiative:
http://www.internet-seepferdchen.de/
EduMedia & eLearning & tools Thomas am 08. 09. 2007
Synchrone Online-Zusammenarbeit
Gelegentlicht arbeiten wir in unserer Studiengruppe mal in einem virtuellen Klassenraum zusammen. Zum Einsatz kommt dabei die iLink-Suite, welche von netucate in Deutschland betrieben wird. So ein virtueller Klassenraum bietet ja für die synchrone Zusammenarbeit einiges. iLink bietet etwa folgende Funktionen an:
- Audio-Konferenz, für den mündlichen Austausch untereinander
- Whiteboard, für einfache Zeichnungen und Skizzen
- Fragentool, für Live-Umfragen und Auswertungen
- Präsentationsmodus, z.B. für PowerPoint-Präsentationen
- gemeinsames Surfen, zur gleichzeitigen Betrachtung von Webseiten
- Application-Sharing, für die gemeinsame Arbeit an einem Dokument
- Text-Chat
- u.a.
Leider läuft das Ganze nur auf Windows. Zudem war ich bis vor kurzem gar nicht begeistert von der Arbeit in diesem virtuellen Klassenraum. Zu oft wurde die Arbeit durch technische Probleme gestört. Dazu gehören eine schlechte Tonqualität oder der zeitweise Ausfall von Gruppenmitgliedern. Zugegebenermassen ist mir aber nicht ganz klar, ob das an den einzelnen Gruppenmitgliedern oder an der Infrastruktur/Software des Anbieters liegt. Ärgerlich ist es so oder so!
Es stellt sich mir nun die Frage, was denn überhaupt für plattformübergreifende Tools für die synchrone Zusammenarbeit in Frage kommen.
Für die Zusammenarbeit mit Audio/VoIP hat sich Skype etabliert. Es können Einzel- oder Konferenzgespräche (max. 5 Personen) geführt werden. Bei weiteren Teilnehmer/innen bietet sich ein Skypecast an. Sehr zuverlässig.
Auch schon mal ausprobiert habe ich Vyew. Vyew braucht lediglich einen Browser (mit Flash-Plugin) und keine Client-Software. Es bietet Whiteboard, Präsentationsmodus, Text-Chat, u.a.m. Audio-Kommunikation ist nicht möglich. Dafür könnte Vyew mit Skype kombiniert werden. Nicht Windows-Benutzer mit sich mit einigen Einschränkungen abfinden. Für Vyew gibt es eingeschränkte Gratis-Accounts.
Gelesen habe ich nun auch noch von WebHuddle. Zum Einsatz kommt hier ein Java-Client, der plattformübergreifend ist. WebHuddle bietet Desktop-Sharing, Text-Chat, Präsentationsmodus, Umfragen und VoIP an. Interessant finde ich die Möglichkeit, Meetings aufzuzeichnen. Es gibt Gratis-Accounts für WebHuddle.
Hoffen wir, dass die junge Entwicklung noch weiter geht.
Interessant für das übrigens folgende Site:
Lionco: Das deutschsprachige Blog über Webkonferenzen, virtuelle Klassenräume und Web-Videokonferenzen. Allein der Blick in die Linkliste ist interessant.
Bestandsaufnahme und Entwicklung von 2001 bis 2007