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MonatsarchivNovember 2006



Querbeet & ict-in-der-schule & veranstaltungen Thomas am 29. 11. 2006

Internet und Recht

Vor kurzem habe ich micht dem Urheberrecht im Bildungsbereich auseinandergesetzt (siehe Links auf BullinoWiki). Nun habe ich im Blog von Praxiskurs Mediendidaktik der Pädagogischen Hochschule Thurgau einen interessanten Beitrag gelesen. Es handelt sich um Notizen zu einem Vortrag von Prof. Dr. jur. Kallenberger von der Zürcher Hochschule Winterthur ZHW.

Beachtenswert sind für mich vor allem folgende Punkte:

Beim Fotografieren von Kindern und Erwachsenen Erlaubnis für die Veröffentlichung holen (wenn man Sichergehen will Erlaubnis von den Eltern der Kinder holen) -> Wenn offensichtlich fotografiert oder gefilmt wird, kann prinzipiell davon ausgegangen werden, dass die Personen damit einverstanden sind

Gilt das auch beim Fotografieren von Kindern? Sind es in diesem Fall nicht vielmehr die Eltern, die ihr o.k. geben müssten, auch wenn die Kinder offensichtlich fotografiert bzw. gefilmt werden? Die Angaben von Café@ betreffend Privatsphäre, insbesondere die Verbindung von Bild und Namen finde ich dazu wichtig.

Eigene Anleitungen zu einem Software-Programm dürfen hergestellt und auch veröffentlicht werden, sofern die Herstellerfirma über keine derartige Anleitung verfügt -> Aber Vorsicht bei Screenshots des Programm, die seien illegal für diesen Zweck

Ich stelle so einige Anleitungen für Lehrkräfte her.
Viele Programme verfügen über gute Hilfen bzw. Tutorien. Wird es dadurch unzulässig, eigene Anleitungen herzustellen? Das dünkt mich dann doch etwas hochgegriffen! Ich sehe es mal so: Meine Anleitungen sind speziell für Kinder oder Lehrkräfte gemacht. Diese haben die Software-Anbieter nicht im Programm. Glück gehabt ;-)
Eine Anleitung ohne Screenshots? Undenkbar!

Blogging Thomas am 26. 11. 2006

Blogs speichern

Was geschieht eigentlich mit Studierenden-Blogs nach Studienabschluss?

Wenn die Studierenden-Blogs an eine Umgebung der Hochschule gebunden ist, werden diese nach Studienabschluss aus verschiedenen Gründen bestimmt deaktiviert. Über die Jahre könnten sich sonst eine ansehliche Menge an gehosteten Blogs ergeben. Die Schule möchte sich aber natürlich nicht als Bloganbieter betätigen.
Persönlich eingerichtete Blogs bei einem selbstgewählten Bloganbieter sind diesbezüglich im Vorteil. Nach Studienabschluss bleiben diese Blogs weiterhin bestehen und können auch weiterhin gepflegt und gelesen werden. Die Netzwerke bleiben somit erhalten.
Damit die Inhalte der Blogs während des Studiums dennoch auf der Plattform der Hochschule abgebildet werden können, ist z.B. das Einbinden von Infos mittels RSS möglich. So macht es denn auch Educational Media der Uni Duisburg mit ihren Studierenden-Blogs.

Wie können Blogs zu einem bestimmten Zeitpunkt gespeichert werden?

Dennoch kann es ja sein, dass man sein Blog gerne speichern bzw. ausdrucken möchte. Dies, weil man einen Zwischenstand zu einem bestimmten Zeitpunkt festhalten möchte oder weil man das eigene Blog vom Netz nimmt. Doch genau das ist gar nicht so einfach.

Print-Dienste für Blogs

Es gibt Dienste, die das Ausdrucken bzw. das Festhalten von Blogs als PDF anbieten. Aus meiner Sicht sollte so ein Dienst folgendes können:

  • Ausgabe der Beiträge inkl. Bilder und Links (URLs)
    Die Bilder haben einen Sinn: Sie dienen als Eyecatcher, als Visualisierung eines Sachverhaltes, als Gedankenstütze, u.a.m. Deshalb müssen sie auch ausgegeben werden.
    Bei Links innerhalb der Beiträge dürfen nicht einfach die gekennzeichneten Wörter ausgegeben werden. Vielmehr müssen die entsprechenden URLs ausgegeben werden. Ansonsten sind Links auf Papier wertlos.
  • Ausgabe einzelner, ausgewählter Kategorien
    Es sollte möglich sein, auch nur einzelne Kategorien auszugeben. Gerade bei sehr grossen Blogs kann das sehr sinnvoll sein.
  • Ausgabe bestimmter Zeitabschnitte
    So lassen sich zum Beispiel alle Postings eines Jahres ausgeben.
  • Ausgabe der Kommentare
    Postings und Kommentare können einen Prozess wiederspiegeln. Um diesen Prozess nachvollziehen zu können, ist es unerlässlich, dass auch die Kommentare zu lesen sind. Zudem hats in Kommentaren oft sehr interessante, anregende, hinterfragende, weiterführende Informationen.
  • Ausgabe als PDF
    Drucken kann ich selber. Wichtig ist also vor allem eine druckbare digitale Form. Für mich brauchts A4-Format. Auch die Ausgabe auf einer einzelnen HTML-Seite ist dafür denkbar.

Ich habe bis jetzt folgende Dienste gesehen, aber noch nicht ausprobiert:

Ach ja, für WordPress gibts natürlich auch für die Ausgabe eines Blogs ein Plugin.

tools Thomas am 18. 11. 2006

Doodle.ch – Lob und Dank

Doodle findet Termine – schnell, einfach, gratis.

Doodle

Mit Doodle lassen sich auf einfachste Weise Termine vereinbaren und einfache Umfragen erstellen. Bereits kurz nachdem ich Doodle in meinem Freundeskreis und meinem beruflichen Umfeld bekannt gemacht hatte, wurde das Tool intensiv genutzt. Keine Terminsuche, für die keine Doodle-Umfrage angelegt würde.

Auch wenn einige meiner Bekannten die Einfachheit des Tools als Schwäche sehen, ist genau dies die Grosse Stärke von Doodle. Gerade durch die Einfachheit ohne Schnickschnack sind nämlich auch wenig versierte Benutzer/innen in der Lage eine Umfrage anzulegen bzw. auszufüllen.

Doodle ist eine Entlastung für mich. In der Vor-Doodle-Zeit wurden solche Absprachen per Mail abgewickelt. Geantwortet wurde dabei meist allen Mitgliedern einer Gruppe, damit auch jede/r Bescheid wusste. Die Folgen waren eine Flut von Mails und jemand, der all die Mails und Antwort-Mails auf einen Nenner bringen musste (“Ich würde an diesem Datum kommen, wenn …”). Dank Doodle ist das vorbei. Ein herzliches Dankeschön an Michael Näf, den Erfinder von Doodle.

In den letzten Tagen hat mich Doodle immer wieder mal zum Warten vertröstet. Nun bekommt das Tool einen eigenen Server (gelesen bei Beat Döbeli). Offensichtlich hat Doodle viel zu tun. Wen wunderts?

Ach ja:
Für Mac-Benutzer gibt es sogar ein Widget namens yourDoodle. Damit lassen sich Doodle-Umfragen überwachen.

EduMedia Thomas am 12. 11. 2006

CH-Edu-Media-Lerntreffen

Im Moment treffen sich meine EduMedia Kollegen und ich jeden Sonntag in Zürich zum Lernen. Grund ist die bevorstehende Klausur vom 8. Dez. 2006. Diese Treffen sind in einem Studiengang, bei dem sich fast alles online abspielt, Gold wert.

So laufen unsere Treffen ab:

1. Kaffeerunde mit Smalltalk

Eine sehr angenehme Zeit, in der wir berufliche und private Dinge austauschen. Meist ist aber auch schon das Studium Thema: Wie weit bist du mit der Arbeit? Der Studienbrief war ja schrecklich (oder toll)! Meine Tutorin macht es so und so. Wie gehst du vor? u.s.w.

2. Inhalt klären und vertiefen

Wir nehmen uns pro Treffen 2-3 Studienbriefe vor. Jeder liest die Briefe und arbeitet sich in der Woche davor ein. Beim Treffen werden dann inhaltliche Unklarheiten besprochen, Sichtweisen dargelegt, Ideen diskutiert, Definitionen hinterfragt und nachgeschlagen, konkrete Beispiele aus dem eigenen Arbeitsumfeld eingebracht, Beispiele gesucht, Verknüpfungen zu vergangenen Studienbriefen hergestellt, Modelle visualisiert und vieles mehr.

3. Prüfungsfrage lösen, Fallbeispiel bearbeiten

Jeder von uns bereitet zu den einzelnen Studienbriefen eine kleine Prüfungsfrage bzw. ein kleines Fallbeispiel vor. Innerhalb von ca. 10min muss die Aufgabe gelöst bzw. das Fallbeispiel bearbeitet sein. Danach werden die Resultate gegenseitig vorgestellt, diskutiert und ergänzt.

Fazit

Für meinen Wissenserwerb und meine Wissenskonstruktion scheint die konstruktivistische Sichtweise in diesem Fall zuzutreffen:

  1. Wissen wird von den Lernenden immer aktiv konstruiert; Wissen kann nicht einfach übernommen werden.
  2. Da jedes Individuum sein Wissen auf der Basis des jeweiligen Vorwissens selbst konstruiert, sind kognitive Strukturen notwendigerweise individuell verschieden.
  3. Wissen wird immer situationsabhängig konstruiert. Die Lernsituation bestimmt also mit, in welchen Situationen auf das neu erworbene Wissen später zugegriffen werden kann.
  4. Lernen ist als sozialer Prozess zu betrachten, innerhalb dessen die Lernenden in eine Gemeinschaft hineinwachsen.
  5. Zur Reflexion und Kontrolle des eigenen Lernhandelns braucht es den Einsatz metakognitiver Fertigkeiten.

(nach GERSTENMAIER/MANDL 1995, gelesen im Studienbrief “Einführung in die Lernpsychologie”, Britta Voß)

Die Treffen sind eine grosse Bereicherung. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie ich mich ohne diese Treffen in dieser Tiefe auf die Themen einlassen könnte. Die soziale Komponente ist extrem wichtig. Nur so kann kann ich Wissen assimilieren/akkomodieren und träges Wissen vermeiden.

Ach ja, dass wir es so nebenbei auch noch lustig haben zusammen, ist ebenfalls wichtig.
Herzlichen Dank ans CH-Edu-Media-Lernteam Heinz Siegenthaler, Jürg Fraefel und Peter Suter.

ict-in-der-schule Thomas am 09. 11. 2006

educaguides.ch

educaguides.ch

educaguides.ch ist ein Angebot des Schweizerischen Bildungsservers educa.ch.

Die Plattform bietet …

Guides zur Beratung und Unterstützung von Lehrkräften, Ausbilderinnen und Ausbildern beim Einsatz von ICT im Unterricht.

Momentan sind die Guides Ethik und Literacy aufgeschaltet. In einem monatlichen Rhythmus kommen nun weitere dazu. Angekündigt sind die Guides Infrastruktur, Recht, Didaktik und Heterogenität. Die bestehenden Guides gefallen mir sehr gut und ich bin gespannt auf die weiteren.

(via educa.ch)

ict-in-der-schule Thomas am 08. 11. 2006

Ideen für die Computerintegration

In der Primarschule gibt es kein Fach Informatik. Es geht denn auch beim Einsatz des Computers nicht primär um die Vermittlung informationstechnischer Bildung. Vielmehr wird der Computer integrativ, d.h. als Mittel zum Zweck, eingesetzt. Computer als Mittel zur Zielerreichung in den einzelnen Fachbereichen.

Für Lehrkräfte ist es wichtig, Ideen für den Einsatz von Computern zu erhalten. Wie kann der Computer überhaupt integriert werden in bestehende Unterrichtsthemen? Gefragt sind konkrete Szenarien, die von Lehrkräften übernommen werden können.

Die vier aufgelisteten Lehrmittel sind solche Ideenlieferanten. Sie decken jeweils die Bereiche Information/Kommunikation, Kreatives Arbeiten, Lernen/Üben ab.

Werkzeugkiste Computer
Werkzeugkiste Computer
für Primar-/Sekundarschule
inform@
inform@
10 Ideen rund um den Computer
Broschüren für KG/Ust und Mst/Ost
make IT easy
make IT easy
50 Karteikarten mit Szenarien

Es gibt natürlich noch weitere Lehrmittel. Erwähnen möchte ich hier auch noch Mit der Maus durchs ABC. Eine Ideensammlung für die Unterstufe mit Anregungen zum Einsatz der CD «Mein erstes Lexikon» (Duden).

Zudem ist online die Datenbank mit Pädagogischen Szenarien unter http://szenarien.educa.ch/ erreichbar.

Was gibts wohl sonst noch?

Blogging & eLearning & tools Thomas am 06. 11. 2006

WordPress MU für Bildungsinstitutionen

Vor zwei Wochen ist WordPress MU erschienen.

WordPress MU

Now with MU we’re making it as easy to create a thousand blogs as it was to create a single blog with WordPress 3 years ago. By building on the base of WordPress and syncing development, we get the benefit of the huge ecosystem in plugins and themes that has developed around the project.
(aus mu.wordpress.org)

WordPress MU (multi-user) ermöglicht es, mit einer einzelnen WP-Installation viele Blogs zu betreiben. Dabei gibt es bei jedem einzelnen Blog eigentlich (fast) keine Einschränkungen zu einer Einzelinstallation. Plugins, Themes, mehrere Autoren, u.a.m. sind auch bei den Blogs mit MU einstellbar.

Aus meiner Sicht eine gute Möglichkeit für Bildungsinstitutionen, die bereits über genügend eigenen Webspace verfügen, ihren Dozent/innen, Lehrkräften, Student/innen und Schüler/innen ein eigenes Weblog zu ermöglichen. Als Vorteil werte ich dabei, dass alle Blogs durch eine Auflistung bzw. durch die identische Webadresse als klar zusammengehörig erkennbar sind.

Schweizerische Schulen können übrigens bei educanet2.ch ein PHP/MySQL-Konto beantragen. Die technischen Voraussetzung genügen, um WordPress MU zu betreiben (PHP, MySQL, Apache mod_rewrite). Die 20 MB Webspace sind nicht der Hammer. Für wenige Blogs, die nicht verschwenderisch Bilder einsetzen, ist das o.k.
Die Installation ist einfach gehalten. Dennoch sollten Lehrkräfte jemanden beiziehen, der schon mal so etwas gemacht hat.

ict-in-der-schule Thomas am 03. 11. 2006

ICT-Weiterbildungen für Lehrkräfte

Yu-mei Wang (Associate Professor for Instructional Technology in the School of Education at the University of Alabama at Birmingham) stellt im Artikel Stand-alone Computer Courses in Teachers’ IT Training (Biblionetz:t06880) die Frage, ob in der Lehrerausbildung reine ICT-Anwendungskurse noch zeitgemäss seien oder ob ICT-Anwendungskenntnisse nur noch kombiniert mit didaktischem Methoden-Know-how vermittelt werden sollten.
(aus Beats Weblog)

Das Fazit des erwähnten Artikels (PDF), dass reine ICT-Anwendungskurse durchaus eine Berechtigung haben können, kann ich (mehrheitlich) unterstützen. Gerade bei Lehrkräften mit geringem ICT-Know-how kann die eigene Unsicherheit im Umgang mit der Technik eine grosse Hemmschwelle sein, den Computer im Unterricht einzusetzen.

Didaktische Kenntnisse sind ebenfalls sehr wichtig. Lehrkräfte mit geringem didaktischen Know-how erleben den Einsatz von ICT im Unterricht negativ, weil aus ihrer Sicht die Schüler/innen …

  • zu unruhig sind und sich gegenseitig stören.
  • nicht drauskommen oder das falsche machen.
  • auch für einfache Arbeiten viel, viel zu lange brauchen.
  • Dinge tun, die die Lehrkraft gar nicht wünscht und auch nicht überwachen kann.

Wenn ich Weiterbildungen bzw. Kurse durchführe, dann stehen oft (technische) Wünsche von Lehrkräften am Anfang. Bei mir im Moment aktuell: «Wir wollen Word lernen». Im entsprechenden Kurs geht es darum einen Elternbrief und ein Arbeitsblatt zu gestalten. Es wird einiges technisches Wissen vermittelt.
Dennoch finden auch immer ein paar didaktische Tipps und Überlegungen Platz. Diese haben eine grosse Wirkung ohne mit der grossen Kelle angerührt zu sein. Von den Teilnehmer/innen wird das als Bereicherung empfunden. Im Mittelpunkt steht aber klar das Erlangen von technischen Fertigkeiten.

Mein Fazit:
Das Bilden von ICT-Know-how steht bei Lehrkräften am Anfang. Es bildet die Grundlage für didaktische Überlegungen.
Konkret: Damit eine Lehrkraft mit den Schüler/innen das Publizieren von Texten und Bildern zu einem Thema in ihren Unterricht einbauen kann, muss sie die technische Bedienung des Website-Generators von educanet2 kennen.