MonatsarchivJuni 2006
Querbeet Thomas am 18. 06. 2006
Keine Ahnung von Fussball
Die Fussball-WM 2006 ist in diesem Sommer ein sehr dominantes Thema. Es ist omnipräsent. Die Möglichkeit sich der Informationsflut zu entziehen, wäre in diesem Fall nur mit einigem Aufwand zu schaffen. Selbst wenn es einem gelänge, der Presse keine Beachtung zu schenken, dann wäre da immer noch der Freundes- und Bekanntenkreis, der die WM heiss diskutiert.
Obwohl ich selber keine Ahnung von Fussball habe, bin ich momentan mit Engagement bei den Fussballdiskussionen dabei. Weshalb das so ist, ist schnell erklärt:
Ich habe ein webbasiertes Tipprunden-Tool programmiert, das ich momentan mit Freunden benutze. Es geht darum die richtigen Resultate der Spiele zu tippen. Aber auch der Weltmeister muss vorausgesagt werden. Ein Wettkampf unter Freunden.
Im Gegensatz zu anderen Tippgemeinschaften kommt es bei uns nicht nur drauf an, richtig zu tippen. Vielmehr haben auch die Tipps der anderen Teilnehmer einen Einfluss auf meinen Gewinn. Will heissen, wenn ich alleine das richtige Resultat tippe, ist mein Gewinn pro Spiel maximal. Ansonsten muss ich ihn mit anderen teilen. Dadurch werden strategische und durchaus gewagte Tipps abgegeben. Schliesslich möchte ich nicht nur gewinnen, sondern möglichst auch noch alleine.

Das Tolle an all dem sind aber die Sprüche und Diskussionen untereinander. Teils werden diese mit dem integrierten Instant Messenger oder Chat, aber auch im eingebauten Forum geführt. Vor allem aber wird diskutiert und “gefachsimpelt”, wenn wir uns treffen. Im Training des Sportvereins, im Ausgang oder gemeinsam vor dem Fernseher. Es wird viel gelacht. Ein toller Spass für alle. Auch für diejenigen, die keine Ahnung von Fussball haben.
Mobile & eLearning Thomas am 17. 06. 2006
Podcasts versus Audiocontent
Podcasts sind in aller Munde. Eine Veranstaltung scheint die andere zu jagen. Auch Podcasts in der Schule werden angepriesen.
Vieles, was ich zu Podcasts im Unterricht höre, hat aber eigentlich wenig mit einem Podcast zu tun. Ein Podcast ist mehr als einfach ein MP3-File, das im Internet zum Download bereitgestellt wird. Ich schliesse mich da der Meinung von Beat Döbeli an:
In meinem Verständnis sind die Begriffe regelmässig, abonnierbar und automatisch wesentlich für Podcasting.
Nun gut, der Begriff Podcast zieht halt einfach und wird deshalb auch viel gebraucht. Man will ja schliesslich jemand sein und auch als Institution oder als Firma zeigen, dass man jung, dynamisch und auf dem neuesten Stand ist.
Bei den Informationen zu Podcasts im schulischen Unterricht für Kinder und Jugendliche geht es eigentlich nie um Podcasts, sondern Audio-Inhalt, der via Internet verteilt wird. Dieser Inhalt wird entweder von den Kindern selbst produziert oder einfach nur konsumiert.
Durch die technischen Möglichkeiten der heutigen Computer ist es ein leichtes geworden, selber Audiocontent zu produzieren und ins Internet zu stellen. Wie kann das aber nun gewinnbringend für das Lehren und Lernen genutzt werden? Was kann ein sogenannter “Podcast”, was eine Tonbandaufnahme nicht auch kann? Welche Vorteile bietet er gegenüber einem personell vorgetragenen Inhalt? Wo liegt der Mehrwert gegenüber herkömmlichen Audio-Medien?
Meine Gedanken dazu folgen später. Ich freue mich aber bereits jetzt über die Gedanken und Ideen anderer.
EduMedia Thomas am 13. 06. 2006
Medienprojekt: Die Suche
Momentan bin ich auf der Suche eines geeigneten Medienprojektes. Es soll so gut sein, dass es sowohl für mein Medienprojekt I / II sowie für meine Masterarbeit taugt.
Da ich nicht in einer grossen Institution (Hochschule, Uni, o.ä.) und auch nicht in einem Betrieb angestellt bin, ist schon mal klar, dass ich von beruflicher Seite auf keinen Support zählen kann. Es wird also auch nicht möglich sein, ein Projekt aufzugleisen, das innerhalb des Betriebes sowieso angegangen würde oder zumindest werden könnte. Ich bin auf mich alleine gestellt.
Ich bin am Überlegen, welche Projekte aus dem schulischen Umfeld für mich in Frage kommen könnten. Das schulische Umfeld ist dasjenige, das ich am besten kenne. Ich habe ein paar Ideen. Allerdings kann ich nicht einschätzen, ob ein Bedarf/Bedürfnis danach besteht und ob es sich um durchführbare Ideen handelt:
- Wissensaustausch und Kooperation innerhalb einer Schulgemeinde z.B. auf der Basis eines Wikis (Behörden, Lehrkräfte, Eltern, Schüler/innen)
- Lernen mit Hilfe von Mobiles (iPod, u.ä.) in der Primarschule (z.B. Trainieren des Hörverständnisses)
- Beratungsplattform für Lehrkräfte zum Einsatz von ICT im Unterricht
- Austausch und Kontaktpflege zwischen Partnerklassen
- Schulnachrichten – Schülernachrichten: Kooperative Schulhauszeitung
Für weitere Ideen und Visionen bin ich sehr dankbar.
Mobile & eLearning Thomas am 08. 06. 2006
iPod zum Lernen
Die Mobiltelefone wurden in den letzten Jahren immer funktionsfähiger. Anfänglich konnte man mit diesen Geräten telefonieren. Heute sind sie aber auch noch geeignet zum Surfen im Internet, zum Spielen, zum Fotografieren, zum Hören von Musik (Radio und MP3) und zum Anschauen von Bildern und gar Fernsehprogrammen.
Andere elektronische Geräte haben eine ähnliche Entwicklung durchgemacht. Mit dem früheren Organizer zum Verwalten des Terminkalenders und der Kontakte kann man jetzt auch telefonieren, durchs Internet rauschen und Multimediale Inhalte anschauen.
Die kleinen handlichen Geräte können in dereinst sicher mal zum Lernen in der Schule eingesetzt werden. Vielleicht werden dann die Hausaufgaben (oder zumindest ein Teil davon) auf dem eigenen Mini-Lerngerät nach Hause getragen. Im Projekt “Pocket Power For Pupils” unter der Leitung von Beat Döbeli wird zurzeit der Frage nachgegangen, «wie sich persönliche PDAs sinnvoll in der Primarschule einsetzen lassen.» Extrem spannend!
In diesem Zusammenhang bin ich auf iWriter gestossen (via education & media). Auf einfache Art lassen sich mit diesem Programm Lerninhalte bestehend aus Text und Audio für den iPod zusammenstellen. Die Lerneinheiten lassen sich auf direkt auf den iPod überspielen oder als File sichern. Dieses kann dann per Mail oder Web an die Lernenden verteilt werden.
Selbstverständlich ist der Einsatz m.E. noch sehr eingeschränkt. Es können ja wohl kaum Texte normaler Grösse am iPod gelesen werden. Die Beschränkung auf Text und Audio lässt zu wünschen übrig. Die meines Erachtens wichtige Interaktivität beim Lernen ist kaum vorhanden.
Das macht aber gar nichts. Im Moment finde ich einfach die Idee bestechend, Content auf einfache Art zu arrangieren und per iPod weiterzugeben.
Mobiles für Schule und Unterricht: Ein Thema das ich auch weiterhin verfolgen werde.
EduMedia Thomas am 06. 06. 2006
EduMedia? oder Was bin ich?
Wenn ich gegenüber Leuten aus meinem Bekanntenkreis erwähne, dass ich noch ein Studium mache, stellt sich immer die Frage, was es denn genau sei.
«Was machst du? Educational Media? Was bist du denn nachher?»
Nun ist es so, dass mich genau diese Fragen immer wieder ins Schwitzen bringen. Die Fragen sind nämlich gar nicht so einfach zu beantworten. Bei anderen Studien ist das viel einfacher.
«Ich studiere Medizin und werde Arzt.»
«Ich studiere Maschinenbau und kann tolle Maschinen entwerfen.»
«Ich studiere nordische Sprachen und werde mal als Dolmetscher arbeiten.»
«Ich studiere Rechtswissenschaften und werde Anwalt.»
Ganz klar, jeder und jede kann sich etwas vorstellen. Ob die Vorstellungen schlussendlich der Realität entsprechen ist an dieser Stelle nicht relevant.
Aber EduMedia?
Nun gut, ich könnte die Website der Mediendidaktik der Uni Duisburg zitieren:
Das berufsbegleitende Studienprogramm versetzt Sie in die Lage, mediengestützte Lernszenarien zu konzipieren, deren Realisierung zu betreuen und in ihrem Anwendungsfeld umzusetzen.
Leider ist das nicht gerade Small-Talk freundlich.
Wer weiss, eines Tages kommt mir bestimmt noch etwas in den Sinn.
Blogging & EduMedia Thomas am 05. 06. 2006
Wie weiter mit diesem Blog?
Bevor ich das EduMedia-Studienprogramm begonnen habe, hatte ich mich bereits entschieden für mich einen Blog einzurichten. Selbstverständlich wusste ich schon vieles über Blogging, war aber bis dahin kein aktiver Blogger. Der eigene Blog sollte dabei unter anderem zur Reflexion als Gedanken-/Geschichtenbox fungieren (siehe 1. Posting).
Ein Blog sollte aber auch integraler Bestandteil des Studiums werden. Der Blog musste zur Reflexion des Projekts zum selbst organisierten Lernen geführt werden. Dieses Projekt ist nun abgeschlossen und der Blog somit auch nicht mehr zwingend zu führen. Es ist also Zeit, um Bilanz zu ziehen.
Feststellungen:
- innerhalb des letzten halben Jahres sind relativ wenige Blog-Beiträge online gegangen
- neben den obligatorischen Beiträgen, habe ich fast nichts publiziert
Analyse:
Es stellt sich grundsätzlich die Frage, weshalb der Blog einen relativ geringen Stellenwert eingenommen hat. In meiner Analyse habe ich folgende Faktoren gefunden, die mich vom Schreiben abhielten:
- Nichts Interessantes schreiben können
Immer wieder habe ich mich hingesetzt und einen Blog-Beitrag zu schreiben begonnen, der dann nie das Licht der Welt erblickt hat. Mitten im Schreiben bin ich jeweils zum Schluss gekommen, dass mein Blogbeitrag für niemanden interessant oder relevant sei. (Ich habe mir übrigens fest vorgenommen diesen Beitrag zu veröffentlichen
) Weshalb sollte ich über einen Studienbrief schreiben, den die anderen Studenten auch gelesen hatten? Wen würde schon meine persönliche Lernsituationen mit meiner Lust und meinem Frust interessieren? Paradox: Mich haben die Blogbeiträge der anderen Student/innen zu diesen Themen immer sehr interessiert. - Keine Blösse geben
Ich habe aus verschiedenen Gründen ein mieses halbes Jahr hinter mir. Leider hat auch das Studium darunter gelitten. Ich war deshalb immer wieder mal frustriert. Zudem war ich mit den Lernaufgaben stets einen Schritt zu spät und musste hinterherrennen. Ich habe das aber nie in den Blog geschrieben. Irgendwie wollte ich mir keine Blösse geben. Was denken dann die anderen? - Nicht blöd erscheinen wollen
Ein Blog ist öffentlich und wird von anderen gelesen. Es ist kein privates Tagebuch. Zudem habe ich keine Kontrolle darüber, wer meine Beiträge liest und was sie darüber denken. Schliesslich sind ja die allermeisten Lurker. In der FTF-Kommunikation ist das eindeutig einfacher einzuschätzen und ich kann darauf reagieren. Was also, wenn ich etwas Blödes, Doofes schreibe? Was denken die dann die Leser?
Fazit:
Vorläufig werde ich den Blog mal weiterführen. Ich habe mir vorgenommen auch kleine Beiträge von nicht wahnsinnig grosser Relevanz zu schreiben. Vielleicht auch solche, die nicht nur meine nette Schokoladenseite zeigen. Was die Leser denken, ist mir allerdings immer noch nicht egal. Also, liebe Lurker, hinterlasst einen Kommentar.