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MonatsarchivMärz 2006



EduMedia Thomas am 18. 03. 2006

Online-Treffen mit Netucate

Peter Suter hat in seinem Blog (einmal mehr) einen Beitrag zu einer Netucate-Sitzung der Zelle geschrieben. Darin hat er eine sehr treffende Analyse, der ich voll und ganz zustimmen kann, gemacht. Ich finde, sie trifft einige Kernpunkte der Kommunikation mit Netucate (wenigstens wenn man die Online-Treffen der Zelle als Massstab nimmt).

Ergänzend zu Peters Aussagen geht mir noch folgendes durch den Kopf:

Was ich erfahre oder lerne ich aus dem Netucate-Treffen, was nicht auch dem Sitzungsprotokoll entnommen werden könnte?
Eigentlich nichts. Ergänzende, soziale Infos (“Wie geht es dir? Wie läufts bei dir?”) erhalte und kommuniziere ich während der Sitzungszeit one-to-one per Textchat nebenbei. In diesem Sinne ist das Treffen überflüssig für jeden einzelnen. Natürlich könnte aber nicht einfach jeder fernbleiben, sonst gäbe es ja kein Protokoll. ;-)

Was ist die Konsequenz des innerlichen Fernbleibens?
Netucate-Zeit ist gebundene Zeit. Zeit, die die Teilnehmer am Computer verbringen müssen. Wieso also nicht in dieser Zeit auch noch ein paar andere wichtige Sachen erledigen. Ich chatte mit anderen Zellen, drucke Dokumente oder schreibe auch mal ein Mail. Komplizierte Dinge gehen allerdings nicht, weil sonst die Netucate-Vorgänge ganz verloren gehen.

Kann ich aktiv mitbestimmen und mitgestalten?
Allerdings geht es bei einer Netucate-Sitzung auch darum mitzubestimmen und mitzugestalten. Alle bringen ihre Meinungen und Ideen ein und kommen so schliesslich zu einem Gruppenkonsens. Ist das wirklich so? Nein. Aus den Gründen, die du genannt hast, Peter, ist/wäre eigentlich eine recht straffe Führung notwendig. Der Gruppenprozess kommt nicht in Gang. Zudem sind die zu fällenden Entscheidungen nicht gewichtig. Die Agenda und die Planung der Gruppenaufgabe ist bereits im Vorfeld von der Moderatorin wohlüberlegt und kommuniziert worden. Da gibt es nichts auszusetzen.

Welche Rolle spielt die Technik?
Bis jetzt hat es noch kein einziges Treffen gegeben, bei dem alles einwandfrei funktionierte. “Wir können dich nicht hören. Nein ich sehe das nicht. Bist du noch da? Wir warten noch schnell. Du bist so leise. Jetzt ist er weg. Sollen wir weitermachen?” Ein nicht zu verharmlosender Teil der Kommunikation dreht sich um technische Unzulänglichkeiten. Schade für den Inhalt, um den es eigentlich ginge. Die Technik als Spielverderber.

Die Angst etwas zu verpassen
Erstaunlicherweise ist mein Puls dann am höchsten, wenn die Technik versagt. Wenn ich jemanden fast nicht hören und verstehen kann, konzentriere ich mich extrem. Wenn ich aus der Sitzung rausgekippt werde, bin ich auf 180 um möglichst schnell wieder zur Gruppe zu finden. Wenns dann nicht klappt, umso schlimmer. Zum guten Glück gibts dann noch den guten Geist, der mir live die Vorgänge per Textchat weiterreicht. Danke Peter. Obwohl ich weiter oben beschrieben habe, dass das innere Engagement nicht sehr gross ist, ist ein ungewollter Ausschluss schlimm.

Mittel zur Zielerreichung?
Bleibt die Frage, was Netucate, so wie wir es bis jetzt genutzt haben, anderen Kommunikationsmitteln voraus hat. Oder anders: Können wir die gleichen Ziele mit anderen Mitteln nicht sogar besser erreichen?

Netucate wird auf alle Fälle ein Thema bleiben.

Blogging & EduMedia Thomas am 15. 03. 2006

Blog in der Bildung

Um es gleich mal klarzumachen: Blogs sind toll!
Meine Gedanken drehen sich nicht darum, ob Blogs gut oder schlecht seien. Es geht einzig um den Einsatz in der Bildung.

Ein zentraler Vorteil des Blogs gegebnüber dem eigenen Notizbüchlein stellt die Öffentlichkeit und damit die mögliche Vernetzung dar. Unabhängig von Ort und Zeit können Blogs gegenseitig verlinkt, Wissen, Ideen und Erfahrungen ausgetauscht werden. Das ist super!
Ausser Acht gelassen wird m.E. grösstenteils, dass das Lesen anderer Blogs sehr zeitaufwändig ist. Eine echte Vernetzung kann aber nur dann stattfinden, wenn sich die Blogger gegenseitig mit den Inhalten der anderen auseinandersetzen. Die Möglichkeit, gegenseitig Blog-Einträge zu kommentieren, kann diesen Prozess zweifellos fördern. Das alles braucht aber sehr viel Interesse und Zeit.

Die Frage nach dem sinnvollen und gewinnbringenden Einsatz von Blogs in der Bildung ist für mich nach wie vor offen. Was ist denn der grosse Nutzen für Lernende und Lehrende? Welches ist der didaktische Mehrwert? Wird denn der grosse Vorteil, die gegenseitige Vernetzung und Auseinandersetzung, tatsächlich gefördert? Oder ist das ein Wunschtraum der Lehrenden?


Angeregt wurden meine Gedanken übrigens durch:

Heinz’ Gedanken zum Lesen von Blogs:
http://lautundleise.blogspot.com/2006/02/wer-soll-das-alles-lesen.html

Blogs benoten (Prof. Dr. Christian Wagner)
http://intervention.ch/rebell.tv/713.wmv
http://intervention.ch/rebell.tv/714.wmv
(via Edublog der PH Rohrschach)

Arbeitsposten «Blog»
im Rahmen des Lehrer-Kurses zur Informatik-Integration an der PHZH
(Die Lehrkräfte richten sich einen Weblog ein und überlegen, wie sie Weblogs im Unterricht der Primarschule einsetzen könnten.)

EduMedia Thomas am 11. 03. 2006

SOL – Meilenstein 5

Bei meiner Terminplanung habe ich den Meilenstein 5 fälschlicherweise auf den 9.4.2006 gesetzt. Das habe ich eben erst gemerkt.
Schlimm ist das aber nicht. Im Gegenteil. Ich bin im Moment immer noch sehr im Rückstand mit dem Lösen der Lernaufgaben und hätte gar nicht die Möglichkeit gehabt, viel Zeit in das Lernprojekt zu investieren. Die meisten der Ziele habe ich ohnehin bereits erreicht. Den Finish mache ich dann anfangs April.

Das Skript, das ich für den Mail-Versand von Ergebnissen aus Hot Potatoes-Übungen im Zusammenhang mit dem Lernprojekt geschrieben habe, steht allen Benutzer/innen der Arbeitsplattform des Schweizerischen Bildungsservers (siehe educanet2.ch) zur Verfügung. Die Dokumentation und der Download des Skripts habe ich in meinem BullinoWiki bereitgestellt.